Der deutsche Meister startet in die Saison

Billard  Snooker-Team der TSG Heilbronn steht vor einem richtungsweisenden Auftakt-Wochenende in die 1. Bundesliga. Ganz große Prominenz beim Gegner?

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Richard Wienold und die TSG Heilbronn starten an diesem Wochenende in die neue Saison der Snooker-Bundesliga. Es muss gleich bei den Hauptkonkurrenten um den DM-Titel, Mayen-Koblenz und Essen, angetreten werden.

Foto: Alexander Bertok

Endlich wird wieder gespielt. An diesem Wochenende eröffnen die Bundesligen der Deutschen Billardunion den Spielbetrieb der Saison 2021/22. Die TSG Heilbronn ist mit drei Teams am Start. Die beiden Snooker-Mannschaften spielen in der 1. Bundesliga beziehungsweise 2. Bundesliga Süd, die Dreibandmannschaft spielt ebenfalls in der Südgruppe der 2. Bundesliga.

Die 1. Snooker-Mannschaft will als amtierender deutscher Meister der Corona-Abbruchsaison 2019/20 (aufgrund der Pandemie wurde die Runde 2020/21 nicht gespielt) den Titel erfolgreich verteidigen. "Das ist schon unser Ziel. Es wird aber mindestens auf einen Zweikampf mit Mayen-Koblenz hinauslaufen", sagt Kapitän Richard Wienold, der auch noch den Bundesliga-Dritten SC 147 Essen auf der Rechnung hat.

Am Samstag gegen Mayen-Koblenz, am Sonntag in Essen

Und just bei diesen beiden Hauptkonkurrenten um die Meisterschaft in der 1. Bundesliga sind die Heilbronner an diesem Wochenende zu Gast. Am Samstag in Vallendar gegen Mayen-Koblenz und am Sonntag in Essen. "Die ersten beiden Spiele sind bereits eine echte Standortbestimmung", sagt Wienold.

Die TSG-Mannschaft ist komplett zusammengeblieben. Als Topspieler steht die aktuelle Nummer 42 der Weltrangliste, Alexander Ursenbacher, im Kader. Der Schweizer Profi wird aufgrund seiner Verpflichtungen auf der World Snooker Tour aber nicht oft zum Einsatz kommen können. "Ich hoffe, dass er im Rückspiel gegen Mayen-Koblenz dabei sein kann", sagt Wienold, der an diesem Wochenende ebenso am Tisch stehen wird wie der gebürtige Syrer Omar Alkojah, der schon viele Jahre in Deutschland lebt.

Alkojah ist eine Bank: 35 Sieg in 36 Begegnungen

Alkojah hat in den vergangenen zwei Spielzeiten 35 von 36 Begegnungen gewonnen und führt das Bundesliga-Ranking an. Das Team komplettieren der türkische Einzelmeister Ismail Türker sowie Michael Schnabel (deutscher Meister 2018). Als Ersatzspieler stehen Ex-Profi Patrick Einsle und der deutsche Jugendmeister Fabian Haken zur Verfügung.

Dass sich Mayen-Koblenz die Meisterschaft zurückholen will, zeigt die Verpflichtung des Engländers Nigel Bond (Vizeweltmeister 1995), der neben dem Iren Ken Doherty (Weltmeister 1997) die Spitze des Teams bildet, das durch die derzeit einzigen deutschen Profis Lukas Kleckers und Simon Lichtenberg ergänzt wird. In Bestbesetzung angetreten, könnte es erstmals in der Geschichte der deutschen Bundesliga ein Team geben, das ausschließlich aus Profis der World Snooker Tour besteht.

Bond und Doherty? Eher nicht, glaubt Richard Wienold

Dass Bond und Doherty auch wirklich in dieser Saison zum Einsatz kommen, glaubt Wienold eher nicht und sagt: "Die Chance dafür liegt bei 0,3 Prozent." Die belgischen Topspieler Kevin van Hove und Christof Vermeiren stehen ebenso im Kader wie jetzt wohl auch noch Julien Leclercq, ein weiterer Topspieler aus Belgien.

Wienold ist am Mittwoch aus Doha (Katar) zurückgekommen, wo er den IBSF Snooker 6-Reds-World-Cup spielte - quasi eine Weltmeisterschaft für Amateure in der verkürzten Snooker-Variante mit sechs statt 15 roten Kugeln. Der Heilbronner wurde unter 64 Startern als bester Europäer Dritter. 


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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