Cooler Reit-Routinier Frazer; Anspannung ja, Nervosität nein

Reitsport  Der RV Heilbronn und Christopher Frazer sind von Freitag bis Sonntag Gastgeber eines großen Springturnieres.

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Vergangenes Wochenende ging es in der Halle am Trappensee bis zur Klasse M*, von Freitag bis Sonntag stehen unter anderem zwei S*-Springen auf dem Programm. Mit dabei, organisatorisch und im Sattel: Christopher Frazer.

Foto: Archiv/Veigel

Christopher Frazer ist längst im neuen sportlichen Zuhause angekommen. Der Waliser, Nationenpreisspringer für Großbritannien, ist seit Dezember im Stall des Reitervereins Heilbronn. Aber zehn Monate später kribbelt es in ihm. "Anspannung ist da, aber keine Nervosität", sagt der 38-Jährige in den Tagen zwischen den beiden Springturnieren des RV Heilbronn.

Vergangenes Wochenende war es ein kleines, aber feines Turnier bis Klasse M*, von Freitag bis Sonntag ist nun alles eine Nummer größer, unter anderem stehen zwei S*-Prüfungen an - am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag zum Abschluss der Große Preis ab 14.30 Uhr. Die Zielsetzung bei Christopher Frazer war und ist: "Wir wollen in erster Linie unseren Verein positiv nach außen präsentieren - und natürlich auch unsere Pferde."

3G-Regeln sind einzuhalten

Die beiden Hallen-Turniere sind ähnlich, aber dennoch völlig verschieden. Das liegt zum einen an der Ausschreibung, zum anderen an den Rahmenbedingungen, die sich verändert haben. "Am Montag kam die Anordnung des Ordnungsamtes Heilbronn, dass die 3G-Regel einzuhalten ist", sagt Kendra Wolff, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des RV Heilbronn. Die Herausforderung sei nun, genügend zusätzliche Helfer zu finden, "um die notwendigen Kontrollen zu gewährleisten".

Eine Erkenntnis des vergangenen Turnierwochenendes, so Wolff: "Die Leute vergessen öfter, beispielsweise auf dem Toilettengang, die Maske aufzusetzen. Wenn man jemanden darauf anspricht, ist das Verständnis nicht mehr ganz so groß wie vor einem Jahr." Als am Trappensee im Oktober ein Turnier unter Corona-Bedingungen stattgefunden hatte.

Gastronomie sehr gut angenommen

Grundsätzlich habe vergangenes Wochenende alles bestens funktioniert, sei beispielsweise die Gastronomie sehr gut angenommen worden, sagt Kendra Wolff. 400 bis 500 Zuschauer seien in Summe zu Gast gewesen, als viel für die Nachwuchsreiter angeboten worden war. Das wichtigste Springen (M*) gewann Beatrice Karle (PF Osterburken) auf Unbreakable Rose vor Tobias Sawatzki (Pforzheimer RV) mit Karesse de Jucaso und Jan Köberle (RFV Buchen/Cosima). Christopher Frazer wurde Achter mit Cidre. "Ich bin super zufrieden mit dem sechsjährigen Pferd", sagt der Routinier, der reiten und helfen ("Ein bisschen alles, wo halt Not am Mann ist") gut unter einen Hut gebracht hat.

So soll es auch ab Freitag sein, wenn das Turnier um 9 Uhr mit einer Springpferdeprüfung Klasse A* beginnt. Für die drei tollen Tage haben unter anderem die Ausnahmereiter Markus Kölz (Winnenden) und Marian Müller (Schwäbisch Gmünd) genannt. Dennoch werden die Felder der beiden S*-Springen nicht gerade üppig sein. "Das ist schade", sagt Frazer und erklärt: "Viele Springreiter sind derzeit bei Turnieren im Ausland am Start." Das hat der dreimalige Nationenpreisreiter nicht vor. Für ihn beginnt die ruhigere Zeit - nach diesem unruhigen Wochenende.


Lars Müller-Appenzeller

Lars Müller-Appenzeller

Stv. Leiter Sportredaktion

Fußball, Tennis, Ski alpin: Sport bewegt - Tag für Tag auch Lars Müller-Appenzeller. Der Mann vom Bodensee ist seit dem Sommermärchen 2006 für die Heilbronner Stimme sportlich unterwegs.

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