Assenheimer und Pommer zeigen ohne Top-Plätze Potenzial

Motorsport  Zwei Saisondebüts, eine Erkenntnis: Die beiden Piloten aus der Region können in ihren stark besetzten Europa-Serien mithalten.

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Zufriedener Neueinsteiger: Markus Pommers erstes ELMS-Rennen für BHK Motorsport im Oreca-LMP2 lässt auf eine gute Saison hoffen.

Foto Imago Images/PanoramiC

Am Ergebnis lässt es sich nicht direkt ablesen. Ein 13. Platz für den Heilbronner Markus Pommer, ein 22. für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - Erfolgsmeldungen klingen anders.

Trotzdem waren beide nicht unzufrieden mit ihrer Leistung beim Saisondebüt. Weil sie ihr Potenzial trotz Problemen zeigen durften. "Die Bedingungen waren wirklich hart, aber wir haben toll gekämpft und konnten Position für Position gut machen. Ich bin mit meinem Stint zufrieden und auch das Team hat einen sehr guten Job gemacht", sagte Assenheimer nach dem Auftakt der GT World Challenge Europe mit dem HRT Mercedes AMG GT3.

Der Spritverbrauch macht Pommer und dem Team zu schaffen

Ein guter Job gelang auch Pommer zum Start der European Le Mans Series in Spanien. Erstmals überhaupt absolvierte er mit dem Vier-Stunden-Rennen in Barcelona einen LMP2-Lauf im Oreca des britischen Teams BHK Motorsport. "Das große Ziel war ja, in die Top Ten zu kommen. Da waren wir auch die ganze Zeit, hatten am Ende aber leider mit dem Spritverbrauch Probleme und mussten einen weiteren Stop einlegen - das hat uns ein bisschen nach hinten gespult. Trotzdem war es gar nicht so schlecht. Das Team war zufrieden, ich war sofort schnell."

Natürlich will Markus Pommer an der Seite der beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana noch schneller werden. Und künftig bis zum Schluss unter den besten Zehn des starken ELMS-Feldes bleiben: "Jetzt weiß ich zumindest mal, was auf mich zukommt, kenne das Auto, die ganzen Knöpfe. Das ist wirklich etwas ganz anderes. Man muss teilweise spritsparend fahren. Muss auf die Bremstemperaturen achten. Hat verschiedene Engine-Maps - wirklich recht kompliziert." Deshalb wird sich der 30-Jährige in den kommenden Wochen verstärkt in den Simulator setzen.

Über Nacht musste ein Ersatzwagen angeliefert werden

In ein komplett neues Auto setzen musste sich Patrick Assenheimer beim Qualifying für seinen Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe in Monza. Während des Donnerstag-Testtags verunfallte sein HRT-Teamkollege Ricardo Sanchez so schwer, dass über Nacht ein Ersatzfahrzeug aus Deutschland angeliefert werden musste. "Damit hat uns der Grundspeed gefehlt."

Nur vom elften Rang innerhalb der Silver-Cup-Klasse und Gesamt-Startposition 35 ging es für Assenheimer, Sanchez und Hubert Haupt ins Rennen. Im Regen holte Haupt stark auf und übergab nach einer Stunde auf Platz 15 der Gesamtwertung an Assenheimer. Dieser setzte die Aufholjagd bei Mischbedingungen fort und raste in einer fehlerfreien Fahrt auf Platz fünf der Gesamtwertung vor. Der letzte Stint von Ricardo Sánchez verlief dann im Trockenen wieder unglücklich.

Der Anspruch ist ein anderer

"Im Regen konnten wir die fehlende Pace über das Fahrerische mehr kompensieren. Auch wenn der Anspruch ein anderer ist, lässt sich darauf aufbauen", sagt Patrick Assenheimer.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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