Assenheimer im zweiten Anlauf zum ersten Saisonrennen

Motorsport  Bei der GT World Challenge Europe startet Patrick Assenheimer an diesem Wochenende in Monza. Einem Ort mit besonderer Tradition für die Familie des Heilbronners.

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Ass am Steuer: Auch in dieser Saison wird Langstrecken-Spezialist Patrick Assenheimer wieder im Mercedes AMG GT3 sitzen.

Foto: imago-images/Eibner

Diesmal dürfte nichts dazwischen kommen. Zumindest kein Schneefall. War das erste Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) für Patrick Assenheimer Ende März wegen des widrigen Eifel-Wetters noch abgesagt worden, ist sich der Heilbronner für das Wochenende sicher: "Es wird zwar keine 20 Grad geben, aber schneien sollte es auf keinen Fall."

Dass der April auch in Italien für ungewohnt niedrige Temperaturen sorgt, interessiert den 28-Jährigen wenig. Schließlich reiste er nicht für einen Urlaub nach Monza, sondern um zu arbeiten. Und zwar am Steuer eines Mercedes AMG GT3.

Assenheimer und sein Team gehen bei fünf Läufen an den Start

Im zweiten Anlauf soll es für Assenheimer mit dem ersten Saisonrennen klappen. Nicht in der NLS, sondern beim Auftakt-Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe. In insgesamt fünf Läufen wird er in der hochkarätigen europäischen Langstreckenserie mit dem Team HRT im Silver Cup an den Start gehen. Gemeinsam mit Teambesitzer Hubert Haupt und dem Mexikaner Ricardo Sánchez greift Patrick Assenheimer ins Lenkrad.

Am Dienstagmorgen erfolgte der erforderliche PCR-Test für die Anreise. Zusätzlich absolviert der Heilbronner wöchentlich zwei Schnelltests. Die hat sich auch der Veranstalter in Monza vorbehalten. Desinfektions-Stationen und Temperaturmessungen sind obligatorisch. "Ich fühle mich relativ sicher. In diesem Beruf lässt sich auch zu 99 Prozent Abstand halten, Helm und Maske sind sowieso auf. Da ist das Risiko, falls man fliegt, sicher höher."

Auch der Opa ist schon auf der alten Monza-Strecke gefahren

Nach Monza aber nimmt der Langstreckenspezialist das Auto. Im Gepäck sind auch Familienerinnerungen an die Traditionsstrecke: "Die Steilkurve ist einfach gewaltig. Als meine Eltern vor zwei Jahren hier dabei waren und ich das erstmal dort gefahren bin, war das etwas besonderes. Das ist es für uns familiär ohnehin, da dort mein Opa damals auch schon Rennen auf der alten Strecke gefahren ist."

Nun selbst auf den Klassiker-Kursen unterwegs zu sein - ein Privileg: "Es ist schön, verschiedene Rennstrecken erleben zu dürfen. Höhepunkt werden natürlich die 24 Stunden von Spa." Ein weiterer Reiz: "Die Konkurrenz ist mit etwa 40 Fahrzeugen extrem groß. Das macht natürlich Spaß. Der Gesamtsieg ist nicht das Ziel. Wir wollen unsere Klasse gewinnen und vielleicht mal in die Top Ten fahren."

Auf der Nordschleife ist Assenheimer wieder als Werksfahrer im Einsatz

Zusätzlich zu den fünf Endurance-Cup-Rennen der GT World Challenge Europe bestreitet Patrick Assenheimer das Langstrecken-Programm auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Auf dem berühmt-berüchtigten Eifelkurs, der Heimstrecke seines Teams, tritt Assenheimer in der Saison 2021 bei ausgewählten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und dem ADAC Total 24h-Rennen an.

"Ich bin in der glücklichen Situation, auf der Nordschleife wieder als Werksfahrer aktiv zu sein. Das ist immer noch ein absolutes Highlight und macht mich stolz", sagt der Heilbronner zu seinem Programm.

Nur schneien muss es beim nächsten NLS-Rennen nicht mehr unbedingt.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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