TSV Heinsheim startet mit Heimwettkampf in neue Saison

Gewichtheben  Der TSV Heinsheim ist in seiner Zweitliga-Gruppe Favorit auf den Meistertitel. Und doch ist der direkte Aufstieg in die erste Bundesliga ein anderes Thema. Zu groß sind die Stolpersteine, die zwischen Titelgewinn und Aufstieg noch warten.

TSV Heinsheim startet mit Heimwettkampf in neue Saison
Es geht drunter und drüber beim TSV Heinsheim. Foto: Krüger

Zurzeit ist alles ein wenig chaotisch. Es geht drunter und drüber beim TSV Heinsheim. An diesem Samstag, 20 Uhr, starten die Gewichtheber mit einem Heimwettkampf gegen den SV Magstadt in die neue Zweitliga-Saison. "Nach einer so langen Saison muss man erst einmal überlegen, ob man auch an alles gedacht hat", sagt die Abteilungsleiterin Martina Dosquet. Trotzdem ist die Vorfreude groß. Alles Wichtige zur neuen Runde auf einen Blick.

Wie sieht das Team des TSV Heinsheim aus?

Nicht viel anders als in der vergangenen Saison. "Bei den Ausländern sind wir bestens besetzt", sagt Martina Dosquet. Obwohl Heinsheim diesmal ohne Omed Alam antreten wird. Der Däne träumt von den Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Tokio, konzentriert sich ganz auf die Qualifikation, nachdem er zuletzt bei der Junioren-Weltmeisterschaft gepatzt hatte. Fabian Gallion ist auch nicht mehr dabei: Er hat sich Ligakonkurrent AC St. Ilgen angeschlossen. Nach seinem Unfall ist mit Robin Künzel bereits in der Vorsaison ein altbekannter Heber in das Team zurückgekehrt, hinzugekommen ist mit Sabine Zartmann zudem eine weitere Frau. Aus dem eigenen Nachwuchs stoßen Amelie Burkert und Christian Martens hin und wieder dazu. Die Jungkräfte sollen Bundesliga-Luft schnuppern. "Wir fühlen uns gut gerüstet mit dem bestehenden Personal", sagt Dosquet.

Wie ist der Modus in der 2. Liga?

In drei Gruppen zu je sieben Mannschaften werden in einer Einfachrunde drei Meister ermittelt. Jedoch erreichen nur die beiden Punktbesten die Aufstiegsrunde, an der dann auch der Vorletzte von Liga eins teilnimmt. In einem Dreier-Wettkampf, der beim punktbesten Meister ausgetragen wird, ermitteln die Finalisten zwei Erstligisten, nur der Verlierer bleibt Zweitligist.

Wer sind die Favoriten?

Während es in der Gruppe A mit St. Ilgen und Grünstadt zwei Topfavoriten gibt und ein Zweikampf abzusehen ist, sind die Rollen in den beiden anderen Gruppen klar verteilt. "Ich würde gerne was anderes sagen. Es ist aber so, dass wir in unserer Gruppe der Favorit sind", sagt TSV-Abteilungsleiterin Martina Dosquet. Gräfenroda sei der einzige Konkurrent, der ansatzweise an die Kraichgauer herankommt. Mehr als 650 Punkte aber haben die Thüringer in der Vergangenheit nicht gehoben. In Gruppe C ist Schwedt, das sich eigentlich für die erste Liga qualifiziert hat, das Maß der Dinge.

Welches Ziel hat Heinsheim?

Ziel Nummer eins ist der Titel in der Gruppe B. "Und dann wären wir gerne beim Aufstiegsfinale dabei", sagt Dosquet. Das sei allerdings eine ambitionierte Aufgabe, weil sich in den anderen Gruppen drei starke Teams tummeln. "Man wächst aber mit den Herausforderungen." Über den Aufstieg in Liga eins wollen sie in Heinsheim aber nicht sprechen. "Die Stolpersteine sind riesig", sagt Dosquet mit Blick auf die Aufstiegsrunde.

Wer ist der erste Gegner?

Der SV Magstadt ist Bundesliga-Novize, ist aus der Oberliga in die zweite Liga aufgestiegen. Bestes Ergebnis dabei: 542,3 Relativpunkte. Alles andere als ein Sieg gegen Magstadt wäre eine Überraschung für Heinsheim. "Die Favoritenrolle ist da klar verteilt", meint Dosquet. Allerdings könne sie nicht sicher ausschließen, dass es beim Aufsteiger noch Wechsel gegeben haben könnte, "die sich unserer Erkenntnis entziehen". Was die eigene Aufstellung angeht, startet der Favorit mit Sorgen: Mit Sabine Zartmann, Sophia Attilo, Edward Schuler sowie Amelie Burkert fallen gleich vier Heber aus. "In der ersten Liga wären so viele Ausfälle fataler", beruhigt Martina Dosquet.

Warum darf Heinsheim einmal mehr zu Hause ran?

Das ist einem günstigen Umstand zu verdanken. Eigentlich sollte das erste Duell in Magstadt steigen, am 12. Oktober. Heinsheim bat wegen des Termins um Verlegung, der SV Magstadt schlug den 28. September vor. Als der Aufsteiger feststellte, dass er seine Halle nicht zur Verfügung hat, stand der Deal bereits. Also wird sich in Heinsheim gemessen. "Magstadt ist es aber nicht ganz unrecht, auswärts zu starten", sagt Dosquet. Der Neuling kennt das Prozedere in der Bundesliga noch nicht und will sich den Ablauf eines Wettkampfes beim TSV in Ruhe anschauen.

 

Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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