Mit freiem Kopf nach Zandvoort

Motorsport  Mit Testfahrten haben sich der Neckarsulmer Motorsportler Markus Pommer und sein Leingartener Team Callaway Competition auf die zweite Saisonhälfte im ADAC GT-Masters vorbereitet.

Von Stefanie Wahl

Mit freiem Kopf nach Zandvoort

Auf dem Red Bull Ring in Spielberg hat Markus Pommer zuletzt mit der Corvette C7 GT3-R gejubelt. Nun geht es in Zandvoort die zweite Saisonhälfte. Foto: imago/Eibner Europa

Acht Wochen Ferien. Erholung pur für Markus Pommer und seine Fahrerkollegen im ADAC GT-Masters? "In der Sommerpause hat jeder im Team den Kopf etwas freibekommen, was für die bevorstehenden Aufgaben nicht verkehrt ist", sagt Mike Gramke, sein Teamchef von Callaway Competition.

Doch das ist nur die eine Seite, denn untätig sind die Piloten wie die Mechaniker vor dem Start der zweiten Saisonhälfte an diesem Samstag und Sonntag in den Dünen von Zandvoort beileibe nicht gewesen. "Wir haben die Pause auch genutzt um uns während diverser Testfahrten auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten", meint Mike Gramke.

Keine typische Corvette-Strecke

Das ist wichtig, denn es geht um viel. Reist die Leingartener Crew von Corvette Callaway Competition doch mit drei Saisonsiegen und 90 Punkten als Tabellenzweiter hinter Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (100) an die niederländische Nordseeküste. "Der bisherige Saisonverlauf ist großartig", sagt Markus Pommer. Doch der Unterländer weiß auch, dass einige wertvolle Zähler im Wortsinne auf der Strecke liegengeblieben sind. Über Zandvoort sagt der 28-Jährige: "Vom Layout her ist das keine typische Corvette-Strecke. Daher müssen wir uns konzentrieren und dürfen uns keine Fehler erlauben."

Keine leichte Angelegenheit, denn die Konkurrenten sind in der langen Pause ebenfalls nicht untätig gewesen. Die Callaway-Piloten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer haben sich eine Top-Ten-Platzierung als Ziel gesetzt, denn sie wissen aus der Vergangenheit um die Kniffeligkeiten. Da ist zum einen die Pace, aber auch die spezielle Strecke zwischen den Dünen, die als anspruchsvoll gilt und nicht zu den Lieblingsplätzen der Corvette zählt. Dazu kommt das Wetter, das die Bedingungen mitunter blitzschnell verändert. "Wir wollen möglichst weit nach vorne fahren und mit ein wenig Glück, ist im GT Masters vieles möglich", meint Pommer.

In Schlagdistanz zum Gesamtführenden

Dank der drei Erfolge aus den sechs Rennen der ersten Saisonhälfte liegen der 25-jährige Luzerner Kirchhöfer und der Neckarsulmer mit ihrer C7 GT3-R in unmittelbarer Schlagdistanz auf Rang zwei im Gesamtklassement, jedoch ist die Punkteausbeute in den anderen Rennen zu schwach gewesen. In Leingarten aber haben sie fleißig getüftelt. Wissend, dass nun traditionell weitere Rennorte folgen werden, welche den anderen Fahrzeug-Konzepten schlicht besser entgegenkommen. Das Team Callaway aber fühlt sich bereit für die Herausforderungen und Mike Gramke sagt: "Wir wollen so viele Punkte wie möglich mitnehmen."

Positive Erinnerungen an 2017

Da hilft es, positiv zu denken. Oder die Erinnerungen an 2017 hervorzukramen. Im Jahr der Meisterschaft in der GT-Serie hat die Corvette in den Niederlanden auf der Pole gestanden - und im ersten Rennen auch als Sieger vom Podest gejubelt.

 

 


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