Heilbronner Aufholjagd wird nicht belohnt

Heilbronn  Turn-Erstligist KTT unterliegt zum Saisonauftakt vor 200 Zuschauern in der Neckargartacher Römerhalle der Siegerländer KV mit 38:44.

Von Stefanie Wahl

KTT- Neuzugang Valentin Starikow aus Russland. Foto: Stefanie Wahl

Nach nur dreieinhalb Monaten Pause sind die Turner zurück auf der Bundesliga-Bühne: In ihrem ersten Heimwettkampf hat das Kunstturnteam Heilbronn am frühen Samstagabend gegen die Siegerländer KV aber noch zu viele Unsauberkeiten gezeigt. Einen guten Einstand hingegen zeigt Neuzugang Valentin Starikow in der der Riege um Trainer Kai Werner. Die 21-jährige Russe mit der kompakten Statur holt bei seiner Premiere im KTT-Trikot 14 Scorepunkte, winkt und bedankt sich für den lautstarken Applaus der etwa 200 Zuschauer in der Römerhalle, denn besser war nur sein neuer Teamkollege Carlo Hörr mit 15 Zählern.

Ohne Herder

In der frühen Phase der Saison ist Deutschlands Turn-Elite noch nicht in Bestform. Weil aber im August die Europameisterschaften in Glasgow ausgetragen werden, pausiert die Liga im Sommer, so dass ein Liga-Start im März unumgänglich ist. Doch: Aller Anfang ist schwer. Auch für das Kunstturnteam Heilbronn. Der Boden ist ein klarer Fall für die Siegerländer, die nicht nur dank dem ehemaligen Nationalturner Matthias Fahrig – vor acht Jahren Europameister an diesem Gerät - mit 14:0 davonziehen.

Am Pauschenpferd wehrt sich das KTT. Die ersten Punkte für die Unterländer Mannschaft des Jahres holt Jakob Hofmann. Der Neuzugang aus Stuttgart bezwingt in seinem Duell am Pauschenpferd Falk-Daniel Uhlig mit 3:0. Dennoch sichern sich die Gäste, die ohne ihren Topmann Philipp Herder anreisen, die Gerätewertung mit 9:8. An den Ringen hält das KTT dagegen, liegt zur Halbzeit aber noch mit 15:29 zurück.

Hellwache Heilbronner

Dann aber starten die Heilbronner ihre Aufholjagd, gewinnen den Sprung – dank Valentin Starikow und des konstant sicher agierenden Carlo Hörr. Auch am Barren ist das KTT hellwach und kommt bis auf fünf Punkte an die Siegerländer heran. Nicht nur die Stimmung auf den Rängen wird spürbar optimistischer, auch die Körpersprache der Unterländer zeugt von mehr Selbstvertrauen.

Königsgerät Reck entscheidet 

Die Entscheidung fällt also am Reck, dem Königsgerät. Erneut sind Valentin Starikow und Carlo Hörr sichere Punktegaranten, bringen das KTT erstmals in Führung. Fabian Geyer unterliegt, so dass aller Druck auf dem erst 17-jährigen Jakob Hofmann liegt. Im allerletzten Duell zeigt er zwar sichere Flugteile, patzt aber beim Abgang. Mit dem 38:44 ist zwar die Hoffnung auf einen Sieg zum Saisonstart passé, nicht aber das Ziel, frühzeitig den Klassenerhalt zu schaffen.