Footballer Böhringer macht Schlagzeilen in den USA

American Football  Der frühere Wide Receiver der Schwäbisch Hall Unicorns versucht in diesen Wochen den Sprung in den NFL-Kader der Minnesota Vikings zu schaffen. In den US-Medien ist er aber aus einem anderen Grund.

Von Tobias Wieland, stimme.de
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Moritz Böhringer hier noch als Spieler der Schwäbisch Hall Unicorns. Foto: Manfred Löffler

Moritz Böhringer ist zurzeit ein Thema in den US-amerikanischen Medien. Hat es der frühere Spieler der Schwäbisch Hall Unicorns also in den endgültigen Kader des NFL-Teams Minnesota Vikings geschafft, von denen er gedraftet wurde? Nein, das nicht. Zumindest noch nicht. Die Medien haben aber ein Video aufgeschnappt, in dem Böhringer erzählt, dass er stets zu Fuß zum Trainingsgelände seiner Mannschaft geht - und wieder zurück. Drei Meilen wohnt er vom Gelände der Vikings entfernt. Das Ganze ist also ziemlich ungewöhnlich für manchen US-Amerikaner. Und nicht nur für die. 

Der Grund ist trivial: Böhringer hat kein Auto. In dem Video sagt der 22-Jährige, dass er das Geld lieber spart. Laut Medienberichten kassiert er garantiertes Gehalt von 150.000 Dollar für die Vertragsunterzeichnung. Auf Böhringers Facebookseite wurde die Anekdote bereits launig kommentiert: "Er ist ja auch Schwabe."

Tatsächlich ist der Wide Receiver in Stuttgart geboren, Fußball spielte er als Jugendlicher in Aalen. Das Footballspielen erlernte er in Hohenlohe: Zunächst bei den Crailsheim Titans, anschließend bei den Schwäbisch Hall Unicorns in der GFL. Nach nur einem Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse - und der Auszeichnung als Neuling des Jahres - wagte er den Sprung in die USA. Kürzlich macht er einen Kurzbesuch bei seinen früheren Mannschaftskameraden - mit einem Kamerateam im Schlepptau, obwohl er den Medienrummel nicht so sehr schätzt. 

Schließlich geht es für Böhringer aktuell darum, sich in den Trainingseinheiten der Vikings zu beweisen, um es in den endgültigen Kader zu schaffen. Jener umfasst 53 Akteure. Die Extra-Einheiten zu Fuß sind da sicherlich nicht verkehrt. 

 


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