Dominik Sowieja bei Unfall in den USA schwer verletzt

Savannah/Neckarsulm  Der Neckarsulmer Bundesliga-Triathlet Dominik Sowieja hat bei einem Trainingsunfall mit dem Rad einen Wirbelbruch erlitten.

Von Stephan Sonntag

Dominik Sowieja bei Unfall in den USA schwer verletzt
An Sport ist für Dominik Sowieja derzeit nicht zu denken. Foto: privat

Die USA-Reise war als Belohnung gedacht. Für die vollendete Bachelor-Arbeit an der Hochschule Heilbronn. Für ein trainingsintensives Jahr mit vielen verletzungsbedingten Rückschlägen. Zwei Wettkämpfe in Miami und im mexikanischen Los Cabos standen zudem auf dem Ferien-Sport-Programm des Triathleten der Neckarsulmer Sport-Union.

Mit viel Vorfreude war der 25-jährige Dominik Sowieja also am 3. Oktober in den Flieger gestiegen. Bis zum 24. November wollte der gebürtige Villinger-Schwenniger, der mittlerweile in Neckargartach wohnt, Nordamerika bereisen.

Dieser Plan wurde am Samstagmittag in Savannah im Bundesstaat Georgia jäh zunichte gemacht. Bei einer Trainingsfahrt mit dem Rad wurde Sowieja von einem Truck gerammt und auf den Seitenstreifen geschleudert. "Ich war ganz rechts auf der Spur unterwegs, als ich plötzlich einen wahnsinnigen Schlag gespürt habe und im hohen Bogen vom Rad gefallen bin. Ich bin auf dem Hintern gelandet und noch einige Meter über den Asphalt gerutscht", berichtete Sowieja am Montag am Telefon. Zwar bei Bewusstsein, aber nahezu bewegungsunfähig blieb er liegen.

Erlösende Diagnose: Rückenmark nicht verletzt

Dominik Sowieja im Krankenhaus. Foto: privat

Da der Unfall noch in der Innenstadt passiert war, waren die Rettungskräfte schnell vor Ort.

Sowieja wurde ins Memorial University Medical Center eingeliefert Dort hieß es erst einmal Warten. "Es war sehr heiß und ich drohte schon zu dehydrieren", sagte Sowieja. Erst am späten Abend erhielt er die erlösende Diagnose: Der erste Lendenwirbel ist zwar gebrochen, doch das Rückenmark ist nicht verletzt. Sowieja wurde in ein Korsett gepackt, in einen Rollstuhl gesetzt und entlassen. "Zum Glück habe ich eine wahnsinnig hilfsbereite Vermieterin hier, die sich um alle Formalitäten gekümmert und mich in mein Apartment gefahren hat", berichtete Sowieja.

Seit Samstagabend ist er nun dort. "Ich kann alle Gliedmaßen bewegen, ich kann langsam gehen und auch sitzen. Den Umständen entsprechend geht es mir gut", beschreibt er seinen aktuellen Gesundheitszustand. Die nächsten Angehörigen hat Sowieja natürlich schon am Samstag über die Geschehnisse informiert. Via Facebook erreichten ihn bereits 200 Genesungswünsche, unter anderem natürlich von den Neckarsulmer Teamkollegen.

Wie es jetzt weitergeht? In den nächsten Tagen soll er im Krankenhaus noch einmal untersucht werden. Zumindest bis nächste Woche will Sowieja noch in den USA bleiben, dann aber nach Deutschland zurückkehren. "Letztlich habe ich riesiges Glück im Unglück gehabt. Wäre ich vor dem Truck gelandet, hätte ich den Unfall wohl nicht überlebt."

 

Beitrag auf der Facebook-Seite von Dominik Sowieja