Der Öhringer Kunstrad-Zweier hat den ersten Härtetest bestanden

Kunstrad  Max Hanselmann und Serafin Schefold gewinnen das 1. German Masters. Damit hat der Arm von Schefold den ersten Härtetest bestanden. Allerdings musst der Kunstrad-Zweier des RV Öhringen sein Programm runterfahren. Gereicht hat es trotzdem.

Ein gelungener Einstand

Starke Rückkehr von Max Hanselmann (o.) und Serafin Schefold.

Foto: Staudenmaier

Der Arm von Serafin Schefold hat den ersten Härtetest bestanden. Schmerzfrei, aber noch nicht mit voller Kraft ging er zusammen mit Max Hanselmann beim 1. German Masters in Murg an den Start. Damit begann für den Kunstrad-2er des RV Öhringen die Qualifikation zur WM. Und die amtierenden Weltmeister zeigten trotz des Handicaps nach Schefolds Armbruch ihre Klasse. "Wir wussten ja nicht, wo wir stehen und wo wir uns im Dreikampf um die WM-Tickets einreihen", sagte Hanselmann.

Durch die Verletzung konnten sie nicht ihr neues Programm fahren und mussten eher Übungen rausnehmen. Dadurch rutschten sie im Ranking hinter Patrick Tisch/Nina Stapf (RV Pfeil Magstadt) und Andre und Bendigt Bugner (RSV Klein-Winternheim).

Im Finale ging es einmal runter vom Rad

"Es lief dann super in der Vorrunde, nicht ganz optimal im Finale, da sind wir ein Mal vom Rad." Und trotzdem holten sich Schefold/Hanselmann den ersten Platz. Auf 164,95 Punkte kamen sie in der Vorrunde, bei eingereichten 165,80 Punkten gab es nur wenige Abzüge. "Das war ein rundum gelungener Einstand", sagte Hanselmann. Ihre härtesten Konkurrenten Patrick Tisch und Nina Stapf (RV Pfeil Magstadt/151,78 Punkte) sowie die Rekord-Weltmeister Andre und Benedikt Bugner (RSV Klein-Winternheim/151,57 Punkte), die nach einer einjährigen Verletzungspause wieder an den Start gingen, kassierten deutlich größere Abzüge durch Stürze.

Im Finale leistete sich dann Schefold einen Absteiger, dadurch stand unter dem Strich eine Punktzahl von 158,80 Punkten. Doch auch Tisch/Stapf (147,90) und Bugner/Bugner (142,12) hatten ihre Schwierigkeiten. "Ich denke, wir haben jetzt eine ganz gute Ausgangsposition", sagt Hanselmann. Allerdings gibt es von insgesamt sieben Wertungen, die zur WM-Quali zählen, zwei Streichergebnisse.

Der erste Sieg gibt Sicherheit

Ein Ruhekissen ist der erste Sieg da nicht. Aber er gibt Sicherheit. "Die Grundrichtung passt", sagt Hanselmann. "Das haben wir auch in den vergangenen Wochen gemerkt. Das gibt uns jetzt Zuversicht für die weitere Saison. Aber klar ist, viel später hätte die Verletzung nicht passieren dürfen." Zufrieden waren auch die Trainer Jürgen Wieland und Roland Schefold, bei denen ebenfalls eine große Anspannung herrschte: "Es ist den beiden gelungen, nahtlos an ihren Vorerfahrungen anzuknüpfen, sich von beiden Verletzungen und vor allem auch dem neuen Ranking nicht beeindrucken zu lassen. Sea und Max haben eine perfekte Kür hingelegt, das stärkt den Selbstwert, darauf kann man jetzt aufbauen und nach vorne blicken."

In zwei Wochen geht es nun für Max Hanselmann und Serafin Schefold mit dem 2. German Masters in Bad Schussenried weiter. Der dritte Wettkampf mit zwei Wertungen ist dann am 5. Oktober in Weil in Schönbuch. Als siebte Wertung zählt der Vorlauf zur deutschen Meisterschaft.

 


Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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