Der Blick der Neckarsulmer Tischtennis-Männer geht nach oben

TISCHTENNIS  Die Sport-Union startet mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Kaiserslautern in die 3. Bundesliga

Der Blick der Neckarsulmer Tischtennis-Männer geht nach oben

Für Julian Mohr und die Neckarsulmer Sport-Union geht es nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga in der Drittliga-Saison 2019/2020 darum, in der Tabelle wieder ganz oben anzuklopfen.

Foto: Alexander Bertok

Es wird wieder geschmettert und geschnippelt. Die Drittliga-Spieler der Neckarsulmer Sport-Union eröffnen die neue Saison. "Die Jungs sind gut drauf, motiviert und freuen sich, dass es jetzt endlich los geht", blickt auch Trainer Alexander Mohr mit Spannung auf die erste Begegnung an diesem Sonntag. Und die ist für das NSU-Team eine Premiere. Erstmals geht die Reise zur TSG Kaiserslautern, dem Regionalliga-Meister und Aufsteiger.

Für die Neckarsulmer verlief die vergangene Runde weit weniger erfolgreich. Mit 8:28 Punkten reichte es in der 2. Bundesliga nur zum zehnten und letzten Platz. Sechs Zähler fehlten zum Klassenerhalt. Da erinnert man sich bei der Sport-Union schon lieber an die Saison 2017/2018. In der 3. Bundesliga Süd blieb die NSU bei 34:2 Punkten unbesiegt und wurde Meister vor dem ASV Grünwettersbach II. Und in eben dieser dritthöchsten nationalen Spielklasse geht der Blick der Verantwortlichen und Akteure in der Tabelle nun wieder nach oben.

Große Erwartungshaltung

Aber nur mit der Vorgabe zu starten, sich gut zu platzieren, ist nicht das Anspruchsdenken des Vereins aus der Ballei und würde auch nicht dem Leistungsvermögen des Teams gerecht werden. Die Erwartungshaltung ist groß. "Ziel der Mannschaft ist, vorne mitzuspielen und bestenfalls wieder aufzusteigen", sagt der Trainer. Und aufsteigen darf nur der Meister.

Bei der Neckarsulmer Sport-Union zeigt man sich durchaus optimistisch, auch weil das Team "stärker besetzt ist" als beim souveränen Titelgewinn in der vorletzten Runde. Da spielte Alexander Gerhold als Nummer vier. In der zweiten Bundesliga wurde Gerhold durch Florian Bluhm ersetzt, der sich im Quartett als Nummer eins etabliert hat. Dahinter spielen Julian Mohr (Position zwei), Josef Braun (drei) und Jens Schabacker (vier).

Alexander Mohr warnt vor zu großer Euphorie

"Es wird aber kein Selbstläufer", warnt Alexander Mohr vor allzu großer Euphorie im Vorfeld. "Unsere größten Konkurrenten sind der TTC Weinheim und der SV SR Hohenstein-Ernstthal." Weinheim ist bekannt, gegen die Badener wurde 2017/2018 zwei Mal 6:3 gewonnen. Mit Hohenstein-Ernstthal haben die Neckarsulmer am vergangenen Sonntag beim Vorrundenturnier um den deutschen Tischtennis-Pokal in der Ballei Bekanntschaft gemacht und dabei nach vier Einzeln 1:3 verloren. Doch da wurde nur in Dreier-Teams gespielt. "Der Ligabetrieb ist etwas völlig anderes", sagt Alexander Mohr. Dort wird im Quartett und mit zwei Eingangsdoppeln aufgeschlagen.

Am 13. Oktober ist Weinheim der Zielort, und am 24. November wird Hohenstein - Geburtsort des Schriftstellers Karl May im Landkreis Zwickau - erwartet. Vor, zwischen und nach diesen beiden richtungsweisenden Begegnungen heißt es für Alexander Mohr und sein Quartett, "die Hausaufgaben erfolgreich abzuarbeiten. Es gilt, möglichst wenig Punkte abzugeben, im Idealfall keinen", um schon in der Hinrunde die Grundlage für eine erfolgreiche Saison zu legen. Mohr hofft nicht, dass unter den weiteren Gegnern eine unliebsame Stolperfalle schlummert.

Unbekannte Größe zum Auftakt

"Der TTC Wohlbach ist unbequem zu spielen und Kaiserslautern zum Auftakt eine unbekannte Größe", sagt der Trainer. Und dann wäre da noch der ASV Grünwettersbach II. "Gegen den ASV, das hat immer ein bisschen etwas von einer Lotterie. Das ist ein Überraschungspaket, bei dem man nie weiß, in welcher Aufstellung dieser Gegner antritt." Anfang April 2018 entführten die Grünwettersbacher beim 5:5 einen Punkt aus der Ballei. Die weiteren Gegner in der dritten Liga heißen SB Versbach, DJK Spvgg Effeltrich, FC Bayern München und TTC Wöschbach.

Gegen den ASV Grünwettersbach II wird am zweiten Spieltag, dem 29. September, gespielt. Dieser Sonntag ist gleichzeitig die erste Neckarsulmer Doppel-Veranstaltung der Saison in der Ballei. Dann bestreiteten auch die Zweitliga-Frauen der Sport-Union gegen den TuS Uentrop ihren Rundenauftakt.


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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