Bär/Staelberg verpassen in Plovdiv das A-Finale

Rudern  Carina Bär und ihre Ruder-Partnerin Michaela Staelberg haben bei den Weltmeisterschaften in Plovdiv ihr großes Ziel, das A-Finale, verpasst.

Von Lars Müller-Appenzeller

Carina Bär und Michaela Staelberg im Doppelzweier.

Das war anders geplant. Ganz anders. Carina Bär und ihre Ruder-Partnerin Michaela Staelberg haben bei den Weltmeisterschaften in Plovdiv ihr großes Ziel, das A-Finale, verpasst. Der deutsche Doppelzweier belegte in seinem Halbfinale am Freitagmorgen lediglich Platz fünf - so wird die 28-Jährige von der Heilbronner Rudergesellschaft Schwaben mit der fünf Jahre jüngeren Staelberg am Sonntagmorgen lediglich im B-Finale ins Rennen gehen und nicht am Sonntagmittag im Medaillenrennen.

Carina Bär war schon vor der WM in Bulgarien klar: "Eine Medaille zu holen, wird wohl zu schwer." Im Halbfinale waren die USA (6:51.28 Minuten), Neuseeland (6:51.60), die Niederlande (6:53.10) und auch China (6:53.68) schneller - bei allen Zeitnahmen auf den 2000 Metern waren Bär/Staelberg nicht unter den drei besten Booten. Anders formuliert: Lediglich Griechenland (7:09.02) wurde von der Assistenzärztin aus Bad Rappenau-Babstadt und der Psychologiestudentin aus Krefeld geschlagen. Zu wenig.

Babstadterin fehlen Kilometer

Was Hoffnung macht: Die Richtung stimmt, das Duo verbesserte seine Zeiten vom Vorlauf (7:04.50) über den Hoffnungslauf (7:00.30) sowie im Halbfinale (6:57.20). Man muss kein Trainergenie sein, um zu erkennen: Da fehlen einfach die (gemeinsamen) Kilometer - Carina Bär war im Frühjahr von einer Stressfraktur in der Rippe geplagt worden.

Somit ist der Deutsche Ruderverband am Final-Wochenende in Plovdiv mit sechs Booten in den 14 olympischen Klassen vertreten - so wie bei der WM vor einem Jahr in Florida. Größte deutsche Goldhoffnung ist am Sonntag wieder der Achter, der mit Startzeit 15.15 Uhr den krönenden Abschluss der WM bilden soll. So ist es geplant.