8:0-Sieg nach nur 65 Minuten

Tischtennis  Die Frauen der TTG Neckarbischofsheim brauchen für das glatte 8:0 gegen Büchig netto nur 65 Minuten. Ein echter Prüfstein war auch dieser Gegner nicht - und gerade das macht dem Trainer Sorgen.

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Im Doppel gaben Selina Rothengass (li) und Victoria Merz am Samstag den einzigen Satz des Abends ab, hatten aber ansonsten keine große Mühe.

Foto: Klaus Krüger

Als Letzter machte Andreas Dörner am Samstagabend das Licht aus, schloss die Tür der Sporthalle in Neckarbischofsheim ab. Um halb acht war alles zappenduster, zu einer Zeit, in der es im Duell mit der VSV Büchig normalerweise hätte in die heiße Phase gehen sollen. Doch um Viertel nach sieben, nach gerade einmal 75 Minuten, war das Duell in der Badenliga der Frauen schon entschieden. Die reine Spielzeit betrug beim klaren 8:0-Sieg am Ende sogar nur 65 Minuten.

"Wir müssen aufgrund von Corona zwischendurch zehn Minuten lüften", sagte der Trainer der TTG, der selber nicht mit einem Eilverfahren gerechnet hatte. Vor der Partie hatte Dörner angekündigt, nach drei klaren Siegen mit nur zwei Spielverlusten in diesem vierten Saisonspiel auf den bislang stärksten Kontrahenten zu treffen.

Im hinteren Paarkreuz hat es die TTG leicht

Dass es anders kam, hatte damit zu tun, dass die VSG Büchig ohne ihre etatmäßige Nummer drei und vier auflief. "Dadurch hatten wir es im hinteren Paarkreuz recht einfach", fand der Trainer. Da auch Melissa Friedrich und Viktoria Merz im vorderen Paarkreuz "sehr, sehr konzentriert" spielten, deutete sich der Sieg in Kurzarbeit an. Die TTG gab in dem Duell nur einen Satz ab - im zweiten Doppel.

"Wir haben alle Einzel 3:0 gewonnen, die Sätze waren meistens deutlich", sagte Dörner. Als echter Prüfstein für den Favoriten taugte indes auch dieser vierte Gegner nicht, der Höhenflug seiner Mädels geht ungebremst weiter.

Noch musste Neckarbischofsheim nicht an seine Grenzen gehen

Das gefällt natürlich auch dem Trainer, wenngleich sich Dörner vor der schon abgeschlossenen Sporthalle auch ein wenig nachdenklich gab. Die Gegner bisher haben sein Team nie gefordert, an die Grenzen musste die TTG noch nicht gehen. "Irgendwann kommt aber ein starker Gegner: Die Frage ist, ob wir es dann schaffen, auf 100 Prozent hochzufahren."

Insofern sei es auch ein wenig undankbar, dass alle bisherigen Gegner "so schwach" waren, erklärt Dörner seine Sorgen. Nach einer kleinen Pause folgt am 24. Oktober das Auswärtsspiel beim TTC Iffezheim - es ist nicht davon auszugehen, dass der Aufsteiger zur großen Hürde wird für die TTG. "Die haben ihre zwei Spiele gegen eher schwache Gegner verloren. Für mich sind die Abstiegsfavorit", schätzt Andreas Dörner. Danach dann wird es für sein Team interessant: Mit den Spielen in Gamshurst, gegen Weinheim-West II und bei Mitfavorit Weinheim III erwartet die Kraichgaueinnen ein extrem heißer November.

Mit halber Kraft geht es gegen Weinheim III nicht

"Weinheim III wird bis dahin keinen Punkt abgegeben haben, in dem Spiel wird es um den ersten Platz gehen", meint Dörner. Mit halber Kraft wird Neckarbischofsheim den nicht behaupten können. Aber in der Summe dürfte es der TTG auch reichen, am Ende der Runde auf einem der vorderen beiden Plätze der Liga zu stehen, um das Ziel, in die Oberliga aufzusteigen, zu realisieren. Sollte die Saison wegen Corona nicht zu Ende gespielt werden, wird nach der Vorrunde abgerechnet. "Insofern ist es sicher nicht verkehrt, schon jetzt vorne zu stehen", sagt Dörner.

TTG Neckarbischofsheim - VSV Büchig 8:0

Friedrich/R. Merz - Feuchter/Hulbe 11:7, 11:5, 11:5 V. Merz/Rothengass - Matthias/Schmid 11:9, 12:10, 3:11, 11:7

Friedrich - Schmid 11:8, 11:9 11:6

V. Merz - Matthias 12:10, 11:5, 11:4

R. Merz - Hulbe 11:4, 11:3, 11:3

Rothengass - Feuchter 11:3, 11:3, 11:2

Friedrich - Matthias 11:7, 11:3, 11:5

V. Merz - Schmid 11:6, 11:8, 11:4


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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