Red Devils Heilbronn ziehen gegen ASV Urloffen die engen Kämpfe auf ihre Seite
Bundesligist Red Devils Heilbronn schließt die Englische Woche mit einem 14:9-Sieg beim ASV Urloffen ab und hält als Tabellendritter Kurs auf die Playoffs.

Zwei Siege und eine knappe Niederlage – die Bilanz des Bundesligisten Red Devils Heilbronn aus der Englischen Woche kann sich sehen lassen. Auf den etwas überraschenden Erfolg über Germania Weingarten folgte eine erwartbare Derby-Niederlage gegen den ASV Schorndorf, die aber denkbar knapp ausfiel. Am Samstag reichte es zu einem 14:9-Sieg beim Vorletzten ASV Urloffen. Mit nun insgesamt 6:4 Punkten aus fünf Kämpfen halten die Ringer des SV Heilbronn am Leinbach als Tabellendritter weiter Kurs auf die Playoffs.
Auch wenn die Roten Teufel in den zuvor acht Bundesliga-Vergleichen gegen Urloffen siebenmal als Gewinnerteam von der Matte gingen, ist der Respekt vor diesem Gegner stets groß. „Gegen die haben wir auch schon schlechte Erfahrung gemacht, vor allem bei denen daheim in ihrer kleinen Halle und der besonderen Atmosphäre“, sagt Schwergewichtler Eduard Popp, der seit dieser Saison nicht nur als Ringer, sondern zudem als Sportlicher Leiter in der Verantwortung steht.
Viel Stimmung beim Duell in der Halle von Urloffen gegen die Red Devils Heilbronn
Auch diesmal sorgten die Fans der Gastgeber in der Athletenhalle erneut für viel Stimmung. Doch davon ließen sich die Red Devils vom ersten Mattenduell an nicht beeindrucken. „Es waren gute und enge Kämpfe dabei. Wir haben es gut gemeistert“, spricht Popp von einem letztlich verdienten Erfolg „auch wenn der ein oder andere Kampf etwas anders gelaufen ist als gedacht, war es am Ende doch eine souveräne Mannschaftsleistung. So können wir aufrecht in die nächste Runde gehen.“
„Es warengute und enge Kämpfe dabei. Wir haben es gut gemeistert.“
Eduard Popp
Es gab vier Mattenduelle, die in beide Richtungen hätten gehen können, von denen die Red Devils aber drei mit je einem Mannschaftspunkt für sich entschieden. Andre Timofeev drehte sechs Sekunden vor Schluss einen 5:6-Rückstand in eine 7:6-Führung und damit zum Sieg. „Andre war eigentlich der Favorit“, erzählt Popp. Sein 98-Kilo-Freistil-Teamkollege lag 5:2 in Front, als eine „strittige Kampfrichter-Entscheidung“ dem Urloffener Andrej Schwarzkopf nach fünf Minuten und 41 Sekunden eine Viererwertung beschert hatte.
Popp selbst und Yaroslav Filchakov setzten sich ebenfalls knapp und verdient gegen ihre Kontrahenten durch, während Hossein Alizadeh knapp mit 3:5 das Nachsehen hatte. „Hossi hat in der letzten Sekunde noch eine Zweierwertung abgegeben“, hadert Popp mit dieser unglücklichen Niederlage wie auch mit der 2:9-Abfuhr von Abdulmohammad Papi gegen den starken Saki Guliyev. „Bei Papi haben wir eigentlich mit einer etwas engeren Kiste gerechnet. Er hat bis auf zwei, drei Momente, wo er Wertungen abgegeben hat, dennoch einen guten Kampf geliefert.“
Alikhmaev, Topal und Ramazanov erfüllen ihre Pflicht
Gadzhimurad Alikhmaev erfüllte mit einem 10:2-Punktsieg seine Pflicht, ebenso wie der technisch überlegene Recep Topal und Ramazan Ramazanov, der nach 29 Sekunden seinen Kontrahenten auf die Schultern gedrückt hatte. Neben Papi und Alizadeh gaben erwartungsgemäß auch Trainer Adam Juretzko und Alexander Zentgraf ihre Kämpfe an die Gastgeber ab.
Bei den Red Devils ist man froh, die kräftezehrende Woche gut hinter sich gebracht zu haben. Nächsten Samstag geht es erneut in die Fremde zum AC Lichtenfels, der am Samstag in Weingarten mit einem 13:10-Erfolg ein Ausrufezeichen gesetzt hat. „Das wird ein 50:50-Kampf“, blick Popp voraus und freut sich danach auf ein kampffreies Wochenende, bevor Ende Oktober die Rückrunde startet.
Die Einzelkämpfe 61 Kg F: David Kiefer - Recep Topal 0:4 (TÜ 0:16), 66 Kg GR: Sakit Guliyev - Abdolmohammad Papi 2:0 (PS 9:2), 71 Kg F: Nikolay Kyriakov - Hossein Alizadeh 1:0 (PS 5:3), 75A Kg GR: Nika Korshia - Adam Juretzko 2:0 (PS 6:0), 75B Kg F: Max Serafin Brenn - Ramazan Ramazanov 0:4 (SS 0:2), 80A Kg GR: Aik Mnatsakanian - Alexander Zentgraf 4:0 (TÜ 16:0), 80B Kg GR: Joshua Knosp - Gadzhimurad Alikhmaev 0:3 (PS 2:10), 86 Kg GR: Florian Neumaier - Yaroslav Filchakov 0:1 (PS 2:4), 98 Kg F: Andrej Schwarzkopf - Andre Timofeev 0:1 (PS 6:7), 130 Kg GR: Mindaugas Venckaitis - Eduard Popp 0:1 (PS 0:2).
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