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Keine schöne Bescherung für Ringer der Red Devils

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Was für ein spannendes Duell im Playoff-Viertelfinale zwischen den Red Devils Heilbronn und dem KSC Germania Hösbach. Am Tag vor Heiligabend beschenken sich die Ringer beim 13:16 in der Römerhalle jedoch nicht. Was ist im Hinkampf nicht perfekt gelaufen?

Recep Topal im roten Trikot der Red Devils – hier gegen das Hösbacher Eigengewächs Niklas Dorn - hat einen der Schlüsselkämpfe verloren.
Recep Topal im roten Trikot der Red Devils – hier gegen das Hösbacher Eigengewächs Niklas Dorn - hat einen der Schlüsselkämpfe verloren.  Foto: Helmut Melchert

Adam Juretzko hat gewusst, dass es eine enge Kiste wird – und im Stile eines Sportsmannes nach der knappen Niederlage seiner Roten Teufel im Viertelfinal-Hinkampf dem Trainerkollegen Bengt Trageser fair gratuliert. „Der verdiente Sieg geht nach Hösbach“, sagt der 52-Jährige und weiß, dass es am Samstag (30. Dezember) am Bayerischen Untermain schwer werden wird, die drei Punkte Rückstand aufzuholen. Doch: Aufgeben ist keine Option. „Wir müssen uns nochmal aufraffen. Es ist noch alles möglich“, meint Juretzko

Papi gibt Schlüsselkampf noch ab

Durchhalteparolen nach einer Niederlage, die weh tut. Während die KSC-Ringer mit ihren mitgereisten Fans, die aus der Römerhalle eine Römerhölle gemacht haben, mächtig feiern, analysieren die Red Devils. Auch den Schlüsselkampf von Abdolmohammad Papi. Der Fan-Liebling hat gegen Niklas Öhlen trotz einer 5:2-Führung noch mit 5:8 verloren. „Ich habe einen Fehler gemacht“, sagt der 36-Jährige hernach: „Ich wollte drei Punkte fürs Team holen, aber es hat nicht gereicht.“ Doppeltes Pech, denn neben einer Corona-Infektion ist lange ungewiss, ob der gebürtige Iraner auf die Matte geht. Es zwickt ihn im Ellbogen.

Der Schwede Niklas Öhlen, für den die Hösbacher gerade noch rechtzeitig zu den Playoffs eine Lizenz ziehen, spürt das und lässt nicht locker. Für seine Beharrlichkeit wird er belohnt. Wie auch das Hösbacher Eigengewächs Niklas Dorn. Er besiegt Recep Topal, einen Erfolgsgaranten der Red Devils, mit 3:1. Noch ein Schlüsselkampf, der ohne Erfolgserlebnis bleibt.

Harte Nuss für alle Playoff-Teams

„Hier und da hat ein Punkt gefehlt“, sagt Eduard Popp, der sein Duell mit Robin Ferdinand zwar gewinnt, aber dennoch nur zwei Zähler fürs Team beisteuern kann. Über die Ausgangslage vor dem Rückkampf meint der 32-Jährige: „Das ist ein Abstand, den wir noch wenden können.“ Doch nach den Weihnachtsfeiertagen alle Asse wieder gesund und topfit auf die Matte zu bekommen, ist für alle Playoff-Clubs eine Herausforderung.

Auch Karan Mosebach hat Corona gerade erst überstanden und in der Römerhalle seine konditionellen Defizite nach vier Minuten massiv gespürt. Weil er Malkas Amoyan, einen mehrmaligen Weltmeister, gegenübersteht, der einer Kampfmaschine gleicht. Der Armenier reiht eine Wertung an die nächste reiht und gewinnt vorzeitig mit technischer Überlegenheit. „Der ist einfach eine andere Liga“, sagt Mosebachs Mannschaftskollege Robin Pelzer. Er wehrt sich – trotz Corona-Erkrankung zuletzt - im letzten Kampf des Abends gegen Gevorg Sahakyan tapfer und gibt nur zwei Punkte gegen den ehemaligen Vizeweltmeister zum Endergebnis von 13:16 ab. „Wenn wir im Rückkampf voll stehen, haben wir eine Chance“, sagt Robin Pelzer.

 

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