Gemischte Gefühle bei den Red Devils Heilbronn: Niederlage in Neuss, lösbare Aufgabe im Viertelfinale
Nach dem 8:26 gegen Konkordia Neuss bereiten sich die Red Devils Heilbronn auf das Playoff-Viertelfinale vor. Das am 23. Dezember mit einem Heimkampf beginnt.

Als die roten und blauen Kugeln mit den Vereinsnamen in den jeweiligen Glasgefäßen für die Auslosung der Playoff-Viertelfinals parat liegen, ist die nicht einkalkulierte 8:26-Niederlage der Red Devils Heilbronn am Samstagabend beim KSK Konkordia Neuss schon in den Hintergrund gerückt.
"Es ist turbulent gewesen", sagt Eduard Popp, der Geschäftsstellenleiter des Ringer-Bundesligisten und meint damit einige außerplanmäßige Entscheidungen vor dem letzten Hauptrundenkampf, die zu diversen Verschiebungen in der Aufstellung geführt haben. Mal ist eine Verletzung dazwischengekommen, mal eine krankheitsbedingte Absage. Nicht Kalkulierbares, das nicht nur von Cheftrainer Adam Juretzko notgedrungen ein hohes Maß an Flexibilität erfordert hat. Auf der Matte sind letztlich einzig der international für Spanien antretende Taimuraz Friev im Freistil bis 86 Kilo und Greco-Mann Etka Sever (bis 98 Kilogramm) die Gewinner im Trikot der Roten Teufel.
Zum Abschluss Dritter Gruppe West
Dass die Red Devils nun als Dritte in der Gruppe West notiert werden, ist für die Auslosung ohnehin nicht mehr von Bedeutung gewesen, denn: Allein die zwei Hauptrunden-Besten, Titelverteidiger ASV Mainz (Gruppe West) und der SV Wacker Burghausen (Gruppe Ost), haben die Garantie gehabt, im Viertelfinale nicht aufeinanderzutreffen. Alles weitere hat das Los entschieden, was nicht jeder Ringerfreund in der Republik für eine sportlich klug gewählte Idee hält.
Der Schorndorfer Herbert Tutsch hat die Paarungen gezogen, und die Red Devils Heilbronn treffen im Viertelfinale auf den Ost-Vierten KSC Germania Hösbach - einen alten Bekannten. Denn bereits in der Endrunde der Saison 2021 sind die Unterländer, damals im Achtelfinale, auf das Team vom Untermain getroffen - und haben zunächst auswärts mit 15:12, danach in der Römerhalle mit 23:6 gewonnen.
Popp spricht von machbarer Aufgabe
"Das ist eine machbare Aufgabe, wir müssen uns nicht verstecken", sagt Eduard Popp, warnt jedoch zugleich auch vor dem Kontrahenten KSC, denn der Olympia-Fünfte von Rio weiß: "Hösbach hat in der Hauptrunde einige große Gegner geärgert und ist mit seinen Ausländern gefährlich." Das hat am Samstag auch Abonnementmeister Wacker Burghausen bei seinem knappen 14:11-Erfolg zu spüren bekommen.
Die Red Devils haben Heimrecht und empfangen daher bereits am Samstag (19.30 Uhr) Hösbach in der Neckargartacher Römerhalle. Der Rückkampf findet eine Woche später (30. Dezember) statt. Die Terminierung ist für alle Clubs knifflig. Weihnachtszeit ist Familienzeit, doch der Wunsch nach Festtagen im Kreise der Lieben wird wohl nicht für alle Ringer in Erfüllung gehen.
Favoriten treffen aufeinander
Ein Kuriosum am Rande: Mit Burghausen gegen den ASV Schorndorf und SC Kleinostheim gegen ASV Mainz treffen die Favoriten schon im Viertelfinale aufeinander und sorgen nicht nur aus Sicht von Ringer-Vizepräsident Manuel Senn für Spannung. Eduard Popp sagt: "Das gibt die Chance für andere Vereine, durchzumarschieren."
KSK Konkordia Neuss - Red Devils Heilbronn 26:8 57 kg Griechisch-Römisch (GR): Ivan Seibel - kein Vertreter 4:0; 61 kg Freistil (FS): Emre Sahin - Dovudzhon Toshev 4:0 (TÜ); 66 kg GR: Calvin Stiller - Damian Macun 4:0 (TÜ); 71 kg FS: Ayub Musaev - Recep Topal 1:0 (PS 3:1), 75 kg GR: Aaron Bellscheidt - Genzhe Genzheev 3:0 (PS 14:0), 75 kg FS: Vasile Diacon - Lom-Ali Eskijev 4:0 (TÜ); 80 kg GR: Samuel Bellscheidt - Andreas Walter 4:0 (TÜ), 86 kg FS: Maximilian Otto - Taimuraz Friev 0:4 (TÜ), 98 kg GR: Deni Nakaev - Etka Sever 0:4 (SS), 130 kg FS: Adlan Tasuyeu - Absupiyan Magomedov 2:0 (PS 6:0).
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