Erwarteter Pflichtsiegder Red Devils Heilbronn beim Schlusslicht
Heilbronner Bundesligist Red Devils Heilbronn holt trotz einer Überraschung einen 19:6-Erfolg beim weiterhin punktlosen Schlusslicht KG Baienfurt/Ravensburg.

Der zweite Mannschafts-Erfolg in der dritten Runde der Bundesliga Süd gehört für die Red Devils Heilbronn in die Kategorie Pflichtsieg. jeder andere Ausgang wäre auch eine Enttäuschung gewesen. Beim punktlosen Schlusslicht KG Baienfurt/Ravensburg setzten sich die Ringer des SV Heilbronn am Leinbach mit 19:6 durch und verbesserten sich dadurch in ihrer Siebener-Gruppe auf Tabellenplatz drei (4:2 Punkte), hinter dem nächsten Gegner ASV Schorndorf (6:0) und Titelverteidiger Wacker Burghausen (4:0), der erst zwei Kämpfe absolviert hat.
„Es lief soweit alles nach Plan“, berichtet Schwergewichtler und Funktionär Eduard Popp von einem erwarteten Mannschaftserfolg. „Es waren allerdings schon ein paar enge Kämpfe dabei. Das Ergebnis auf der Anzeigetafel ist deutlicher ausgefallen, als es auf der Matte tatsächlich war.“
Optimale Eröffnung des Abends durch Red-Devil-Ringer Recep Topal
Recep Topal eröffnete den Kampfabend und siegte technisch überlegen nach knapp vier Minuten 16:0. Popp ließ ein 3:2 zum 5:0-Zwischenstand zugunsten der Heilbronner folgen, wobei Popp schon 3:0 vorne lag und nach einer Zweierwertung für Jan Zirn am Ende nochmals aufpassen musste. Der Greco-Spezialist kam aber nicht mehr groß in Bedrängnis. „Ich habe ein paar Punkte liegen lassen, es hätte für mich deutlicher ausgehen können“, so Popp, der seinen Kontrahenten lobte: „Das hat er clever gemacht und in der ersten Runde richtig gut verteidigt.“

Anschließend bekamen die Zuschauer ein sehenswertes Mattenduell geboten. Im griechisch-römischen Stil der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm jubelte Abdolmohammad Papi über einen 13:7-Erfolg gegen den starken Baierfurter Victor Ciobanu. „Das hat Papi sehr, sehr gut und souverän gemacht“, spricht Popp von einem „unerwarteten Sieg“ seines Teamkameraden gegen den Moldawier, der auf internationalen Meisterschaften in den vergangenen zehn Jahren mehr als zehn Medaillen abgeräumt hat, 2021 Weltmeister (60 Kilogramm) und 2023 EM-Zweiter wurde.
Neuzugang Filchakov tut sich schwer, gewinnt dank höherer Vierer-Wertung
Mit soliden Leistungen erhöhten Andre Timofeev und Hossein Alizadeh bis zur Pause auf eine beruhigende 11:0-Führung. „Da war es dann auch klar, dass es für uns einen Sieg geben wird“, erzählt Popp. Zu Beginn des zweiten Durchgangs tat sich laut Popp der ukrainische Neuzugang Yaroslav Filchakov „gegen einen ziemlich kleinen Gegner, der vom 80er ins 86er Gewicht hochgerückt war, schwer. Ein taktischer Schachzug der Gastgeber, der fast zum Erfolg geführt hätte. 4:4 stand es nach Beendigung der sechsminütigen Kampfzeit. Filchakov siegte aufgrund der höheren Vierer-Wertung und holte einen Mannschaftspunkt für Heilbronn.
„Das hat Papi sehr, sehr gut und souverän gemacht.“
Eduard Popp
In den verbleibenden vier Mattenduellen gaben Alexander Zentgraf und Devils-Chefcoach Adam Juretzko, der an diesem Montag seinen 53. Geburtstag feiert, ihre Kämpfe ab, während Ramazan Ramazanov technisch überlegen vorzeitig (20:4) und Gadzhimurad Alikhmaev (16:2-Punktsieg) die restlichen Punkte zum 19:6-Gesamterfolg holten. „Es war ein Pflichtsieg, der uns nochmals zwei Punkte auf das Konto brachte und uns beruhigt heimfahren ließ“, heißt es für Popp und Co nun wieder kraft aufzutanken, für den Heimkampf am Donnerstag (15 Uhr) in der Neckargartacher Römerhalle gegen Spitzenreiter Schorndorf und das Gastspiel am Samstag in Urloffen.
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