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Eduard Popp verlängert bei Heilbronner Ringer-Bundesligisten Red Devils

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Der EM-Dritte bleibt dem Heilbronner Ringer-Bundesligisten treu. Persönlich orientiert er sich derzeit noch.

Eduard Popp (links) ist weiterhin Feuer und Flamme für die Red Devils. Der EM-Dritte bleibt in der Saison 2022/23 das Aushängeschild der Red Devils.
Foto: Alexander Bertok
Eduard Popp (links) ist weiterhin Feuer und Flamme für die Red Devils. Der EM-Dritte bleibt in der Saison 2022/23 das Aushängeschild der Red Devils. Foto: Alexander Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Vizemeister der Bundesliga-Runde 2018/19 und in der vergangenen Saison das Playoff-Halbfinale erreicht - die Red Devils Heilbronn haben sich in der Beletage des deutschen Ringersports etabliert. Für die nächste Runde ist die Erwartungshaltung allerdings nicht ganz so ambitioniert. Ein Mittelfeldplatz mit der Möglichkeit die Playoffs zu erreichen, so lautet das bescheidenere Ziel. Umso erfreulicher ist da die Nachricht, dass das Eigengewächs Eduard Popp ein weiteres Jahr den Ringern des SV Heilbronn am Leinbach die Treue hält.

"Uns ist die Personalie Popp sehr wichtig. Wir haben immer Stützen in der Mannschaft gehabt, Eddy war davon stets eine der herausragenden. Er ist unser Local Hero", hebt der ehemalige Abteilungsleiter Jens Petzold hervor. Am Donnerstagmittag besiegelte der Olympia-Achte, zweimalige WM-Fünfte und EM-Dritte die Vertragsverlängerung mit seiner Unterschrift.

 


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Heimisch fühlen

"Ich bin hier verwurzelt und gefühlt immer hier gewesen", sagt Popp, das Herz schlage für seinen Heimatverein. Der Möckmühler hatte auch andere Angebote, unter anderem vom ASV Mainz. "Wir haben uns ausgetauscht. Für mich war es wichtig zu erfahren, wo liegt die Orientierung, in welche Richtung geht es", sagt Popp - und steht doch voll hinter der Entscheidung der Devils-Verantwortlichen, sich erstmal im Mittelfeld der Liga zu bewegen, nachdem die Ansprüche in den Jahren zuvor sehr hoch waren.

"Jetzt eine Basis aufzubauen, dafür einen Schritt zurück zu gehen, Anlauf zu holen, um dann neu durchzustarten", damit identifiziert sich der Schwergewichtler. "Es ist im Sport - wo es immer nur um höher, schneller, weiter geht - auch mal gut, sich zu besinnen und zu erden."

WM-Start noch offen

Er sieht eine "starke Parallele" zu seiner eigenen Situation. Auch Popp ist einen Schritt zurückgegangen, hat auf die Europameisterschaft verzichtet und lässt eine Teilnahme an der DM und WM ebenfalls offen. "Ich bin in einer Pause und versuche mich ebenfalls neu zu orientieren. Von daher sind Parallelen vorhanden." Auch die personellen Veränderungen im Umfeld der Mannschaft mit Trainer Adam Juretzko und Geschäftsstellenleiter Dominik Bauer sind für Popp positive Zeichen.

"Wir gehen in diesem Jahr den Weg der Konsolidierung. Wenn man aktuell sieht, was in der Welt passiert, ist das sicher auch der richtige Weg", sagt Jens Petzold. Man wolle nach den Corona-bedingten finanziellen Einbußen aber dennoch versuchen die Playoff-Plätze anzugreifen und ist froh, "dass uns Eddy dennoch das Vertrauen schenkt, auch wenn es nicht um den Titelgewinn geht".

Konkurrenten kaufen groß ein

Für Popp ist die neue Bescheidenheit die richtige Entscheidung. Hösbach, Kleinostheim, Burghausen und Schorndorf würden groß einkaufen, weiß der mehrmalige deutsche Einzelmeister griechisch-römisch bis 130 Kilo. "Man muss nicht immer überall mithalten wollen. Ich glaube, dass der Schritt, den Heilbronn macht, clever ist und bin gespannt wo das Ganze hinführt - bin aber guter Dinge", sagt Popp. Auch wenn die Erwartungshaltung nicht zuletzt nach dem Karriereende von Frank Stäbler geringer ist, kann es weit gehen - mit Popp.

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