Eduard Popp wechselt zum KSV Witten

Ringen  Der 29-Jährige Ringer der Red Devils Heilbronn braucht auf dem Weg nach Tokio Kampfpraxis. Eine Rückkehr nach einem Jahr scheint nicht ausgeschlossen.

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Eduard Popp

Foto: Archiv/Veigel

Das nächste Aushängeschild ist weg - zumindest für eine Bundesliga-Saison: Der Olympia-Fünfte von Rio de Janeiro 2016, Eduard Popp, verlässt nach dem Rundenverzicht der Red Devils Heilbronn seinen Heimatverein und wechselt zum Liga-Konkurrenten KSV Witten, der in der Nordwest-Staffel antritt.

"Die Kämpfe nehme ich als Vorbereitung auf die in 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio", sagt der 29-Jährige der Heilbronner Stimme, "allerdings werde ich nicht zu viele bestreiten. Und nach der Saison sehen wir dann weiter." Eine Rückkehr zu den Roten Teufeln zur Saison 2021/22 scheint also nicht ausgeschlossen.

Der KSV Witten ist ein bodenständiger Verein

Eduard Popp ist bei einigen Clubs im Gespräch gewesen, doch Witten hat das Ja des zweifachen Familienvaters, der in Neckarsulm wohnt und seit Jahren von der Sporthilfe Unterland gefördert wird, bekommen. "Der KSV war am stärksten an mir interessiert. Das ist ein ganz bodenständiger Verein, der schon länger in der Bundesliga ringt und dort auch größere Pläne verfolgt", sagt der Griechisch-Römisch-Spezialist, der als ein Mann der leisen Töne gilt.

Darüber hinaus weiß das Nationalmannschaftsmitglied Eduard Popp noch nicht, ob die Weltmeisterschaften vom 12. bis 20. Dezember in Serbien nun ausgetragen werden. Umso wichtiger ist es für den Schwergewichtler, in der vom 3. Oktober an geplanten Bundesliga-Runde Wettkampfpraxis zu sammeln.

Und noch ein Punkt hat für einen Wechsel des Neckargartacher Eigengewächses gesprochen: das Geld. "Mit den Einnahmen aus der Bundesliga und einem separaten Sponsoring finanziere ich mein Olympia-Projekt", sagt der Weltmeisterschafts-Fünfte von 2019. "Letztlich habe ich auch betriebswirtschaftlich gedacht. Ich muss schauen, dass am Ende des Jahres die Zahlen stimmen, es ist sehr wichtig, einen Teil meiner Kosten damit zu decken."


Stefanie Wahl

Stefanie Wahl

Leiterin der Sportredaktion

Sport bedeutet mehr als Sieg und Niederlage: Seit 2005 leitet Stefanie Wahl das Ressort bei der Stimme. Die ehemalige Leichtathletin beschäftigt sich mit Wintersport und fungiert seit 2007 als Geschäftsführerin der Sporthilfe Unterland e.V.

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