Für Eduard Popp beginnt nach der Corona-Krise die Vorbereitung neu

Ringen  Eduard Popp, Athlet der Red Devils Heilbronn, ist bei den Olympischen Spielen 2021 dabei. Mit dem neuen Termin quasi exakt ein Jahr später kann der 29-jährige Schwergewichtler gut leben.

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Eduard Popp

Foto: Alexander Bertok

"Es hat sich letztlich alles um ein Jahr verschoben", kann Eduard Popp mit dem neuen Termin (23. Juli bis 9. August 2021) der Olympischen Sommerspiele in Japan ganz gut leben. Der Schwergewichtsringer des Bundesligisten Red Devils Heilbronn, der 2016 in Rio de Janeiro knapp an einer olympischen Medaille vorbei schrammte und Fünfter wurde, ist 2021 dann 29 Jahre alt. Und damit im besten Ringeralter? "Ja absolut", sagt Popp, schränkt aber ein, dass das mit dem besten Alter so genau nicht zu bestimmen ist. "Es gibt Athleten, die sind Mitte 30 und erlangen da ihre Topform."

Alternativ galt das Frühjahr als möglicher Termin. Der Sommer hat für Popp aber den Vorteil, den für dieses Jahr gedachten Vorbereitungsplan nahezu komplett übernehmen zu können. Popp hat in doppelter Hinsicht Planungssicherheit. Der Ersatztermin steht, und er muss sich nicht erneut für das weltweit größte Sportevent qualifizieren.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte bereits vergangene Woche bekanntgegeben, diejenigen Athleten, die das Ticket für Japan in diesem Jahr bereits in der Tasche hatten, sind automatisch auch 2021 dabei. Popp zählt als WM-Fünfter dazu.

Planungen erleichtert, Druck genommen

"Das erleichtert die Planungen und nimmt den Druck. Man kann den Fokus direkt auf Olympia im nächsten Jahr legen, ohne auf Qualifikationsturniere hinarbeiten zu müssen", sagt Popp. Dass die Konkurrenz in seiner Gewichtsklasse im griechisch-römischen Stil bis 130 Kilogramm größer wird, glaubt der Wahl-Neckarsulmer indes nicht. "Es kann schon passieren, dass sich ein Nachwuchssportler bis dahin entwickelt, aber ich würde schon sagen, es bleibt übersichtlich."

Die Vorbereitung beginnt aufs Neue. "Sie kann aber erst richtig beginnen, wenn die Corona-Krise überwunden ist, wir wieder auf die Ringermatte gehen und Trainingslager durchführen können", sagt Popp. "Alles Schritt für Schritt. Bis dahin heißt es, in Form bleiben und sich fit halten. Ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem es wieder richtig losgeht."


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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