Eduard Popp auf dem Weg zum vierten DM-Titel?

Ringen  Sechs Athleten der Red Devils Heilbronn starten am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil in Kaufbeuren. Für Schwergewichtler Popp zählt nur der Titel.

Von Alexander Bertok
Eduard Popp auf dem Weg zum vierten DM-Titel?

Eduard Popp (links) geht im Schwergewicht als Favorit an den Start. Red-Devils-Teamkollege Pascal Eisele ist im Limit bis 82 Kilo Medaillenkandidat.

Foto: Bertok

Zuversicht ist vorhanden, die nötige Fitness passt und die Form stimmt. Eduard Popp startet am Wochenende in Kaufbeuren bei den deutschen Ringer-Meisterschaften im griechisch-römischen Stil. Bereits drei Mal stand der WM- und Olympia-Fünfte im nationalen Vergleich ganz oben auf dem Treppchen. Am Sonntag soll Titel Nummer vier folgen.

Das Eigengewächs der Red Devils Heilbronn reist jedoch nicht als Alleinunterhalter des Bundesliga-Vizemeisters nach Bayern, ist aber einziger Vertreter im Dress der Unterländer. Mit dabei sind die Teamkollegen Pascal Eisele, Christian Fetzer, Marius Braun sowie die Heilbronner Neuzugänge Christopher Kraemer und Jan Zirn. Diese Ahtleten starten bei Einzelmeisterschaften für ihren jeweiligen Heimatverein. Weltmeister Frank Stäbler verzichtet auf einen Start.

Eduard Popp

Für den Schwergewichtler (130 Kilo) gibt es nur ein Ziel. "Ich will den Titel, das muss auch mein Anspruch sein", sagt Popp. Aussichtsreichster Konkurrent ist Jello Krahmer vom ASV Schorndorf. "Mit ihm habe ich vergangene Woche noch trainiert", erzählt Popp von einem zehntägigen Trainingslager mit der Nationalmannschaft in Kienbaum bei Berlin.

"Dort wurde an den Grundlagen wie Ausdauer und Kraft gearbeitet. Ich starte auf der DM somit aus dem Training heraus", liegt bei Popp der Fokus auf der Weltmeistermeisterschaft im September in Kasachstan, die gleichzeitig erste Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ist. "Die deutschen Meisterschaften sind für mich Trainingskämpfe und kein Nominierungs-Kriterium für die WM."

Pascal Eisele, Marius Braun

In der Gewichtsklasse bis 82 Kilogramm sind zwei Rote Teufel gemeldet. Je nach Turnierverlauf könnten Pascal Eisele (SV Fahrenbach) und Marius Braun (KSV Musberg) im direkten Duell aufeinandertreffen. "Schaun mer mal", sagt Eisele, der sich wie Popp in Kienbaum quälte. "Ich freue mich wieder zu kämpfen und werde Gas geben."

Die Konkurrenz ist groß. Da sind Florian Neumaier, der 77-Kilo-Meister von 2018, und der aktuelle EM-Zweite Roland Schwarz aus Burghausen. "Für Pascal ist alles möglich. Er wird zeigen wollen, dass mit ihm Richtung Olympia zu rechnen ist", sagt Trainer Patric Nuding. Was Marius Braun betrifft, gilt es abzuwarten. Ein glückliches Los und die richtige Tagesform, dann kann es weit nach vorne gehen.

Christian Fetzer

Für den Publikumsliebling der Red Devils wird es im Trikot des TSV Herbrechtingen schwer. "Ziel von Fetzer wird dennoch sein, eine Medaille zu holen", sagt Trainer Nuding. Die Favoriten in der 72-Kilo-Klasse heißen Michael Widmeyer (EM-Achter aus Burghausen) und Ruhullah Gürler (Mainz). Mit dabei ist auch der frühere Meimsheimer Dario Schmidhuber (SV Alemannia Nackenheim).

Christopher Kraemer

Der Heilbronner Neuzugang kämpft im Feld der 63-Kilo-Athleten. Für Kraemer ist die DM eine Heimveranstaltung. Sein Stammverein TSV Westendorf ist Ausrichter. "Vor eigenen Fans wird seine Motivation besonders groß sein", spekuliert Nuding. 2018 wurde der 23-Jährige DM-Vize im Limit bis 60 Kilo, unterlag im Finale gegen Etienne Kinsinger, der am Wochenende ebenfalls 63 Kilo ringt.

Jan Zirn

Erst 21 Jahre alt ist der zweite Neuzugang der Red Devils. "Er will sich bei den Männern etablieren, wurde aber 2018 bereits DM-Dritter", sagt Nuding über das 97-Kilo-Talent, das vor allem den Burghausener Ramsin Azizsir und den ehemaligen Heilbronner Etka Sever (ASV Mainz) fürchten muss.

 


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