Kolumne: Leergefegter Bau(m)markt
Die Olympia-Kolumne "Made in China"
Die Winterspiele in Peking sind: grün. Zum ersten Mal werden bei Olympischen Spielen alle Sportstätten mit erneuerbaren Energien betrieben, zudem hat sich Peking verpflichtet, Olympia und die anschließenden Paralympics CO2-neutral zu veranstalten. Zu den Maßnahmen gehören auch Aufforstungsprojekte: Seit 2014 seien 80 000 Hektar Wald und Grünflächen aufgeforstet worden, wie das Internationale Olympische Komitee mitteilt.
Bäume stützen
Das erklärt, warum am Straßenrand so viele Bäume stehen, die von der Stütze leben: Jede kleine Birke, jeder kleine Nadelbaum hat als Starthilfe gegen Wind und Wetter eine schützende Holzkonstruktion zur Seite gestellt bekommen - womit der Holzmangel auf deutschen Baustellen erklärt ist. Und der Bau(m)markt dürfte leergefegt sein. Sauber.
Zwischen Peking und Yanqing sowie Zhangjiakou drehen sich unheimlich viele Windräder. Gut so. "2021 machten Wind- und Solarparks mehr als die Hälfte der neu ans Netz gegangenen Stromkapazität aus - das fünfte Jahr in Folge. Vor allem die Photovoltaik boomt", schreibt Christiane Kühl im Newsletter "China.Table". Noch komme Chinas Strom aber zu rund 60 Prozent aus Kohle. Hm. Das Bemühen ist zu erkennen. Die Busse hier sind energiesparend, Großteils mit Brennstoffzellentechnologie unterwegs. Schaut man aus dem Fenster, entdeckt man immer wieder auffallend hohe und auffallend grüne Bäume: Handymasten (mit Überwachungskameras), fast perfekt in die Landschaft integriert.
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