Ringen: Rotter-Focken im Halbfinale - Eduard Popp hofft noch

Tokio  Die frühere Ringer-Weltmeisterin Aline Rotter-Focken hat bei den Olympischen Spielen in Tokio das Halbfinale erreicht. Der Heilbronner Eduard Popp verlor indes sein Viertelfinale, darf sich aber trotzdem noch Hoffnungen machen.

Von dpa
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Ringte sich in Tokio zu einer Medaille: Aline Rotter-Focken (oben).

Die Krefelderin, die ihre Karriere nach dem Event in Japan beenden wird, setzte sich am Sonntag zunächst mit 2:1 gegen Wassilissa Marsaljuk aus Belarus und dann mit 8:3 gegen die Chinesin Qian Zhou durch.

Die 30-Jährige wird bei ihrer Abschiedsvorstellung damit definitiv um eine Medaille kämpfen - entweder um Gold oder in einem der kleinen Finals um Bronze. Es wäre die erste deutsche Olympia-Medaille im Frauen-Ringen überhaupt. Ihre nächste Gegnerin in der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm ist die Asienmeisterin Hiroe Minagawa aus Japan. Der Kampf findet in der Abend-Session (ab 11.15 Uhr/MESZ) statt.

Auftaktsieg für Popp

Griechisch-römisch-Ringer Eduard Popp verlor indes sein Viertelfinale in der Klasse bis 130 Kilogramm gegen den mehrfachen Welt- und Europameister Riza Kayaalp aus der Türkei mit 2:6.

Der Heilbronner muss nun hoffen, dass sein Gegner das Giganten-Duell mit dem dreimaligen Olympiasieger Mijain Lopez Nunez (Kuba) gewinnt und so das Finale erreicht. Dann dürfte er in der Hoffnungsrunde ran und hätte über diese noch die Chance auf Bronze. Zum Auftakt hatte Popp mit 2:0 gegen den Brasilianer Eduard Soghomonyan gewonnen.

 

Der dritte deutsche Starter am ersten Ringer-Tag in Tokio, Etienne Kinsinger, schied gleich in seinem ersten Kampf aus. Das Achtelfinal-Gefecht mit Sailike Walihan endete zwar 1:1. Da der Chinese den letzten Punkt erzielt hatte, verlor Kinsinger aber. Durch die anschließende Niederlage von Walihan gegen den topgesetzten Japaner Kenichiro Fumita war der Köllerbacher in der Klasse bis 60 Kilogramm dann ganz draußen.


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