Turmspringerinnen gescheitert - Gamm Letzte

Peking (dpa)  Tränenreich haben die deutschen Turmspringerinnen Christin Steuer aus Riesa und Annett Gamm aus Dresden in Peking den olympischen Vorkampf beendet. Die 31-jährige Gamm wurde unter den 29 Starterinnen mit 234,30 Punkten Letzte.

Enttäuschend
Annett Gamm wurde Letzte.

Die Weltmeisterschafts-Dritte Steuer scheiterte mit 290,80 Zählern als 19. knapp an der nächsten Runde. Am besten präsentierten sich Chinas Synchron-Olympiasiegerinnen Ruolin Chen und Xin Wang. Chen (428,80) setzte sich vor rund 8000 Zuschauern knapp vor ihrer Duett-Partnerin Wang (420,30) durch.

«So kann man nicht springen. Das war teilweise desolat», beurteilte Cheftrainer Lutz Buschkow (Halle/Saale) die Leistung von Steuer und Gamm. Die Dresdnerin, die synchron mit Nora Subschinski (Berlin) Olympia-Vierte geworden war, rätselte über ihre vielen Fehler, die sie auf den letzten Platz abstürzen ließen. «Wie kann man nur so beschissen springen?», stellte sie sich eine Frage, auf die sie keine Antwort wusste.

Die 25-jährige Christin Steuer, die nach WM-Bronze 2007 fest auf einen Finalplatz programmiert war, reagierte auf die Winzigkeit von 1,10 Punkten, die ihr zur zweiten Runde fehlten, fassungslos: «Das ist das Schlimmste», sagte sie zu dem minimalen Abstand auf Rang 18. Annett Gamm, die nach Buschkows Einschätzung ihre internationale Karriere jetzt beenden wird, war bedient: «Ich würde behaupten, dass dies der schlechteste Wettkampf meiner Laufbahn war», sagte sie.

Buschkow vermutete anschließend, «dass Annett es vielleicht besonders gut machen wollte. Aber Letzte - das ist schon ein negativer Paukenschlag». Bei Christin Steuer befand es der künftige Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) als «sehr traurig, dass eine WM-Dritte es nicht schafft, in ein olympisches Halbfinale einzuziehen».