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London (dpa)
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Deibler mit Bestzeit - Mensing und Starke weiter

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Steffen Deibler legte eine persönliche Bestzeit hin - auch Benjamin Starke und Jenny Mensing erreichten die Halbfinals.

Von Christian Kunz und Marc Zeilhofer, dpa
Steffen Deibler schwamm als Sechstbester ins Halbfinale. Foto: Michael Kappeler
Steffen Deibler schwamm als Sechstbester ins Halbfinale. Foto: Michael Kappeler

Am Morgen nach dem verpassten Finale von Britta Steffen über 100 Meter Freistil haben sich die deutschen Schwimmer bei den olympischen Beckenwettbewerben keine weitere Blöße gegeben. Deibler sorgte in 51,92 Sekunden über 100 Meter Schmetterling für einen Lichtblick. «Es hat tierisch spaß gemacht. Ich denke, ich kann heute Nachmittag noch ein paar Sachen verbessern», sagte der Hamburger, dessen bisherige Bestmarke bei 52,00 gelegen hatte. «Das ist eine schöne Bestätigung, dass ich zum Saisonhöhepunkt bei den Olympischen Spielen persönliche Bestzeit geschwommen bin. Abrunden kann ich das, wenn ich ins Finale komme.»

Einen Auftritt wie den von Deibler am Donnerstagvormittag über 100 Schmetterling hätten sich die Verantwortlichen des Verbandes von mehr Athleten gewünscht. Während Bruder Markus Deibler am Abend im olympischen Finale über 200 Meter Lagen gegen die US-Stars Michael Phelps und Ryan Lochte ran darf, steht für Steffen Deibler das Semifinale an.

«Markus hat das super gemacht. Er hatte ein bisschen Glück, aber er ist im olympischen Finale, das zählt. Das ist natürlich geil, dass wir beide heute im Fernsehen bei den Olympischen Spielen an den Start gehen dürfen. So wie es aussieht, dürfen wir auch die halbe Lagenstaffel stellen», prognostizierte Steffen Deibler. Sein Bruder war durch den Rückzug des Südafrikaners Chad le Clos über 200 Meter Lagen nach Rang neun im Halbfinale nachträglich in den Endlauf aufgerückt. «Jetzt bin ich doch dabei», twitterte Deibler erfreut.

Die Runde der letzten 16 erreichte über 100 Meter Schmetterling auch Benjamin Starke. Der Berliner hätte als gemeinsamer 16. mit dem zeitgleichen Japaner Takeshi Matsuda nach 52,36 Sekunden den letzten Halbfinal-Platz ausschwimmen müssen. Doch der Japaner zog zurück.

Starke blieb sieben Zehntel über seiner Zeit von den deutschen Meisterschaften Mitte Mai in Berlin. Vorlaufbester war le Clos in 51,54 Sekunden vor Michael Phelps (USA/51,72). Die selbe Reihenfolge hatte es nach dem Finale über 200 Meter Schmetterling gegeben.

Nach ihrem Vorlauf-Aus über 100 Meter kam Rückenschwimmerin Mensing über 200 Meter ins Halbfinale. Die Wiesbadenerin schlug nach 2:10,54 Minuten als 15. an. Drei Sekunden schneller war die Vorlaufbeste Missy Franklin aus den USA. «Ich bin auf jeden Fall zufrieden», sagte Mensing, Europameisterin über 100 Meter.

Bei seinem Olympia-Comeback schwamm Anthony Ervin (USA), Goldmedaillengewinner von 2000, als Vierter in 21,83 Sekunden ins Halbfinale über 50 Meter Freistil. Dagegen schied Laure Manaudou (Frankreich), Athen-Olympiasiegerin über 400 Meter Freistil, bei ihrer Sommerspiele-Rückkehr im Vorlauf über 100 Meter Rücken in 2:14,29 Minuten aus.

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