Deutsche Rodler mit Gold-Abo bei Olympia
Die deutschen Rodler haben ein Abo auf Olympia-Gold. Seit der Aufnahme des Rennsports ins Programm der Winterspiele konnten die Kufen-Asse stets mindestens einen Olympiasieg einfahren.

Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert die stolze Bilanz der deutschen Rodler bei Winterspielen:
1964: Thomas Köhler holt in Innsbruck Gold vor Klaus Bonsack und Hans
Plenk. Einen Doppelerfolg gibt es für die Frauen: Ortrun Enderlein
siegt vor Ilse Geisler. Die Doppelsitzer gehen leer aus.
1968: In Grenoble holen die Doppelsitzer Klaus Bonsack und Thomas
Köhler Gold, Wolfgang Winkler/Fritz Nachmann werden Dritte. Bei den
Männern kommt Köhler auf Rang zwei, Bonsack wird Dritter. Bei den Frauen fahren Christa Schmuck und Angelika Dünhaupt zu Silber und Bronze.
1972: Medaillen-Rausch in Sapporo: Wolfgang Scheidel siegt vor
Harald Ehrig und Wolfram Fiedler, bei den Frauen gewinnt Anna-Maria
Müller vor Ute Rührold und Margit Schumann. Horst Hörnlein und
Reinhard Bredow holen Gold bei den Doppelsitzern, Bronze geht an
Klaus Bonsack/Wolfram Fiedler.
1976: Wieder gibt es drei Olympiasiege: Dettlef Günther siegt in
Innsbruck vor Josef Fendt und Hans Rinn. Bei den Frauen gewinnt
Schumann vor Rührold und Elisabeth Demleitner. Hans Rinn/Norbert Hahn
holen Gold vor Hans Brandner/Balthasar Schwarm.
1980: Bernhard Glass holt in Lake Placid Gold, Dritter wird Anton
Winkler. Ihr zweites Gold fahren die Doppelsitzer Rinn/Hahn ein. Bei den Frauen gewinnt Melitta Sollmann Silber.
1984: In Sarajevo sorgen Steffi Martin, Bettina Schmidt und Ute Weiß
für einen Dreifachtriumph. Hans Stanggassinger/Franz Wembacher siegen
bei den Doppelsitzern, Jörg Hoffmann/Jochen Pietzsch werden Dritte.
Die deutschen Einsitzer gehen erstmals leer aus.
1988: Deutsche Festspiele in Calgary: Jens Müller siegt vor Georg
Hackl, bei den Frauen sorgen Martin, Weiß und Cerstin Schmidt für
einen erneuten Dreifacherfolg. Hoffmann/Pietzsch siegen vor Stefan
Krauße/Jan Berendt und Thomas Schwab/Wolfgang Staudinger.
1992: Hackl fährt in Albertville zu seinem ersten Gold. Ganz oben
stehen auch die Doppelsitzer Krauße/Behrendt, Zweite werden Yves
Mankel/Thomas Rudolf. Bei den Frauen holt Susi Erdmann Bronze.
1994: Hackls zweiter Streich: In Lillehammer holt er sein zweites
Gold. Erdmann fährt bei den Frauen Silber ein. Für die Doppelsitzer
Krauße/Behrendt reicht es für Bronze.
1998: In Nagano macht Hackl sein drittes Gold perfekt, Jens Müller
wird Dritter. Ihr zweites Gold holen Krauße/Behrendt, bei den Frauen
siegt Silke Kraushaar vor Barbara Niedernhuber.
2002: Sylke Otto gewinnt in Salt Lake City vor Niedernhuber und
Kraushaar. Patric Leitner/Alexander Resch holen Gold bei den
Doppelsitzern, Hackl holt mit Silber seine fünfte Olympia-Medaille.
2006: Otto fährt in Turin ihr zweites Olympia-Gold ein - vor Kraushaar und Tatjana Hüfner. Bei den Doppelsitzern sichern sich André Florschütz/Torsten Wustlich Silber.
2010: In Vancouver gelingt Hüfner der ganz große Coup. Sie fährt ebenso zu Gold wie Felix Loch. Über Silber darf sich David Möller freuen, Natalie Geisenberger sowie Leitner/Resch holen Bronze.
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