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Peking (dpa)
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Fanny statt Birgit: Nächstes Fischer-Gold

  
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Erstmals seit den Boykott-Spielen 1984 war die achtmalige Goldmedaillen-Gewinnerin Birgit Fischer nicht bei Olympia am Start, das nächste Fischer-Gold kam aber doch. 

Fanny Fischer (l-r), Reinhardt, Wagner-Augustin and Conny Wassmuth feiern Gold.
Fanny Fischer (l-r), Reinhardt, Wagner-Augustin and Conny Wassmuth feiern Gold.

Ihre 21 Jahre alte Nichte Fanny schrieb die Familien-Geschichte fort: Gold im Kajak-Vierer über 500 Meter. «Jeder Sportler träumt davon, einmal an den Spielen teilzunehmen, was lange so unwirklich erscheint. Und dann ist man dabei und nimmt noch eine Goldmedaille mit nach Hause», sagte Fanny Fischer.

Nach ihrem Erfolg vergoss die Potsdamerin Freudentränen, zum Abschluss war aber die Enttäuschung groß. Im Kajak-Zweier über 500 Meter sprang für das Weltmeister-Boot Fanny Fischer/Nicole Reinhardt nur der vierte Platz heraus. «Eigentlich müsste ich nach dem Olympiasieg im Vierer hier springend durch die Gegend laufen, aber im ersten Moment ist man ein bisschen mehr geknickt», sagte die Sportsoldatin, die von ihrer Tante tröstend in den Arm genommen wurde.

Birgit Fischer indes war zum einen als TV-Experten für das ZDF an der Strecke, zum anderen als Zuschauerin mit der Foto-Kamera unterwegs. «Ich habe jetzt auf der anderen Seite gestanden», sagte die achtmalige Olympiasiegerin, bei der das Kribbeln mit Beginn der Wettkämpfe nachgelassen hatte. «Die Aufregung vermisse ich nicht. Ich bin froh, dass ich das nicht mehr habe», hatte sie während der Vorläufe erklärt.

Zwar war auch sie als bangender Fan auf der Tribüne etwas überrascht, dass es nichts mit der zweiten Medaille für die Nichte wurde, aber in der Zukunft traut sie der 21-Jährigen noch viel zu. «Die werden weiter in dieser Formation zusammen bleiben», erklärte Birgit Fischer, die ihre letzte Medaille bei der WM 2005 in Zagreb im Familienboot mit Fanny geholt hatte.

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