Das große Fiebern

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Seit gestern weht die deutsche Fahne offiziell im Olympischen Dorf. „Jetzt fiebern alle dem Sport entgegen“, sagte Präsident Thomas Bach mit Blick auf die 438 Athleten des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB). Sie sollen in Peking nach dem stetigen Abschwung seit Barcelona 1992 (33 Siege/82 Medaillen) die von DOSB-Generaldirektor Michael Vesper propagierte Trendwende schaffen.

Von Gerd Holzbach
Die Fahnen vieler Nationen wehen schon im Wind, gestern wurde auch die deutsche gehisst – und zwar dort, wo die meisten Sportler wohnen werden.Foto: dpa
Die Fahnen vieler Nationen wehen schon im Wind, gestern wurde auch die deutsche gehisst – und zwar dort, wo die meisten Sportler wohnen werden.Foto: dpa  Foto: Z1004 Peer Grimm (DPA)
Seit gestern weht die deutsche Fahne offiziell im Olympischen Dorf. „Jetzt fiebern alle dem Sport entgegen“, sagte Präsident Thomas Bach mit Blick auf die 438 Athleten des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB). Sie sollen in Peking nach dem stetigen Abschwung seit Barcelona 1992 (33 Siege/82 Medaillen) die von DOSB-Generaldirektor Michael Vesper propagierte Trendwende schaffen.

Im Vergleich zu Athen 2004 soll es mehr Gold (13) geben und auch die Gesamtzahl der Medaillen (49) soll wachsen. Verbessern will man auch den sechsten Rang im Medaillenspiegel. In den deutschen Reihen stehen gut 20 Kandidaten für Gold und 60 weitere für Silber oder Bronze. Doch längst nicht alle olympischen Träume werden wahr.

200 Athleten, das ist etwa die Hälfte aller deutsche Starter, wohnten laut Michael Vesper drei Tage vor der Eröffnungsfeier bereits in den Olympischen Dörfern, die vom 8. bis 24. August Heimstätte für 10 500 Athleten und insgesamt rund 17 000 Personen sein werden. Das Gros der Sportler ist in Peking untergebracht, die Reiter logieren hingegen bei ihren Sportstätten im 2100 Kilometer entfernten Hongkong, die Segler im 650 Kilometer nordöstlich von Peking gelegenen Qingdao und die Fußballerinnen an den fünf Spielorten. Sie sind jeweils in Hotels untergebracht.

Die deutsche Mannschaft wurde gestern offiziell in Peking begrüßt. Thomas Bach (vorn) erhofft sich, dass die Athleten „die Erfolge sauber erringen“. Foto: dpa
Die deutsche Mannschaft wurde gestern offiziell in Peking begrüßt. Thomas Bach (vorn) erhofft sich, dass die Athleten „die Erfolge sauber erringen“. Foto: dpa  Foto: Z1004 Peer Grimm (dpa)
Wie zu Hause DOSB-Boss Thomas Bach, der bei der offiziellen Flaggenzeremonie aus der Hand von Dorf-Bürgermeister Chen Kai einen wertvollen chinesischen Porzellanteller erhielt, hat das Olympische Dorf als „herausragend“ gelobt. Es sei ein Umfeld, in dem sich die Athleten „richtig zu Hause fühlen“ könnten. Bach formulierte für die Spiele von Peking drei Ziele: „Wir wollen sportlich möglichst erfolgreich sein, die Erfolge sauber erringen und gute Botschafter unseres Landes sein.“

Die bereits eingetroffenen deutschen Sportler sind laut Wilfried Kindermann, Leiter des medizinischen Stabes der Olympiamannschaft, alle wohlauf: „Die hohen Temperaturen haben niemanden überrascht, alle waren informiert. Die Luftverschmutzung spielte bisher keine Rolle, niemand klagt über Atembeschwerden.“ Die 100 Tonnen Ausrüstung sind vom Frankfurter Flughafen aus wohlbehalten in Peking gelandet.

 
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