Sarah Wachters Signal für die Zukunft

Handball  Die Torhüterin verlängert ihren zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Bundesliga-Frauen der Neckarsulmer Sport-Union. Trainerin Tanja Logvin glaubt, dass sich die 21-Jährige noch zu einer Weltklasse-Spielerin entwickelt.

Email

Trägt weiterhin das Neckarsulmer-Trikot: Sarah Wachter.

Foto: Andreas Veigel

Mit Torhüterin Sarah Wachter verlängert bei der Neckarsulmer Sport-Union eine Leistungsträgerin ihren zum Saisonende auslaufenden Vertrag. Die 21-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren vom Nachwuchstalent zur Top-Torhüterin in der Bundesliga entwickelt und bleibt der NSU durch die Vertragsverlängerung zwei weitere Jahre erhalten.

Für Kai Stettner, Geschäftsführer der Neckarsulmer Sport-Union, ist der erneute Kontrakt mit Wachter nach der rasanten sportlichen Entwicklung ein wichtiges Signal für die Zukunft: "Sarah Wachter hat nach ihrem Wechsel zur Neckarsulmer Sport-Union nochmals einen enormen Sprung gemacht und ihr großes Talent mehr als bestätigt."

Mit Isabel Gois ein starkes Gespann

Bereits in ihrer ersten Saison hat die Frau aus dem Remstal, die beim SV Remshalden groß geworden ist, mit Topleistungen geglänzt und bildet nun mit Isabel Gois ein sehr starkes Gespann für das Bundesliga-Team. Das ist auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben, entsprechend hat es Anfragen auch namhafter Clubs gegeben. Doch Sarah Wachter, die auch Mitglied des Sporthilfe-Perspektivteams für Olympia 2024 ist, hat sich entschieden in Neckarsulm zu bleiben. "Das zeigt uns auch, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und gut für die Zukunft aufgestellt sind", sagt Kai Stettner.

Die 21-Jährige fühlt sich in Neckarsulm wohl - nicht zuletzt aufgrund der Nähe zur Heimat. "Ich bin froh, auch nächstes Jahr mit dieser Mannschaft und dem Trainerteam zu arbeiten. Vor allem unser Torwart-Trainer Oliver Rieth hat mich in der gemeinsamen Zeit in jedem Training gefördert, wodurch ich mich in Neckarsulm sehr gut weiterentwickelt habe", sagt Wachter.

Über Remshalden, Korb und Nellingen ins Unterland

Seit nunmehr vier Spielzeiten agiert Sarah Wachter in der höchsten deutschen Spielklasse - inzwischen auf konstant hohem Niveau. Über Remshalden, den SC Korb und TV Nellingen arbeitete sie sich hoch und gilt als zuverlässiger Rückhalt.

Mit dem Wechsel nach Neckarsulm setzte Sarah Wachter diese Entwicklung fort und feierte in der vergangenen Runde eine hervorragende Debütsaison. Mit Oliver Rieth arbeitet sie intensiv an ihrem Torwartspiel und empfiehlt sich dank ihrer Leistungen auch immer häufiger bei Bundestrainer Henk Groener für die deutsche Nationalmannschaft.

Oliver Rieth: Sarah ist ein großer Teamplayer

"Sarah ist trotz ihrer Stärke noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Sie ist sehr ehrgeizig, vor allem ein großer Teamplayer und bildet mit Isabel Gois ein harmonisches Duo, das sich dennoch immer zu Topleistungen anstachelt", sagt Oliver Rieth. "Dabei ordnet sich Sarah aber immer dem Team unter, hat selbst einen geilen Charakter und dennoch Eigenarten, die eine Torhüterin meiner Meinung nach braucht." Dennoch sieht Rieth das Alter der Athletin. "Sie soll in den nächsten Jahren in die Rolle schlüpfen, dass sie Kommandos gibt und als Leaderin die Mannschaft mit anführt."

Auch Trainerin Tanja Logvin meint, dass Sarah Wachter die Fähigkeiten besitzt, sich noch zu einer Weltklasse-Torhüterin zu entwickeln. "Sie wird weiterhin viel lernen müssen und somit irgendwann auch endgültig den Schritt zur Nationalmannschaft packen. Wir sind deshalb unheimlich froh, dass sich Sarah dabei für uns entschieden hat und sie diesen Schritt mit uns gehen möchte", sagt Logvin.


Stefanie Wahl

Stefanie Wahl

Leiterin der Sportredaktion

Sport bedeutet mehr als Sieg und Niederlage: Seit 2005 leitet Stefanie Wahl das Ressort bei der Stimme. Die ehemalige Leichtathletin beschäftigt sich mit Wintersport und fungiert seit 2007 als Geschäftsführerin der Sporthilfe Unterland e.V.

Kommentar hinzufügen