NSU nutzt Lockerungen im Bereich Leistungssport

Handball/Schwimmen  Die Neckarsulmer Handballerinnen sind seit Donnerstag im freiwilligen Kleingruppen-Training. Die Schwimmer kehren ab Samstag ins Aquatoll-Sportbad zurück. Alles unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften und Kontaktbeschränkungen.

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Immer auf Abstand: Die Leistungsschwimmer der Neckarsulmer Sport-Union gehen ab diesem Samstag wieder ins Sportbad.

Foto: Archiv/Bertok

Die Handbälle fliegen und die Schwimmer springen ins Wasser. Nach den von der Politik verkündeten Lockerungen in der Corona-Krise dürfen die Spitzensportler der Neckarsulmer Sport-Union unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften und Kontaktbeschränkungen wieder umfangreicher trainieren. Die Verantwortlichen der Stadt Neckarsulm und des Vereins arbeiten zudem daran, in der nächsten Woche auch den Breitensport im Freien ermöglichen zu können, soweit es laut Bestimmungen erlaubt ist.

"Wir fangen am Samstag im Sportbad an, aber ausschließlich der Bereich Profisport gemäß der Landesverordnung", erläutert NSU-Schwimmtrainer und Vorstandsmitglied Christian Hirschmann. "Da geht es bei uns um alle Athleten, die in der ersten und zweiten Bundesliga starten, die den Bundes- oder Landeskader-Status haben." Alles natürlich stets in den vorgeschriebenen Kleingruppen.

Zwei-Stunden-Blöcke: Immer nur vier Schwimmer, ein Trainer

"Es ist kein vollständiges Training. Es sind immer nur fünf Menschen im Bad, vier Schwimmer und ein Trainer, um die Vorschriften einzuhalten", sagt Hirschmann. "Wir starten nach dieser langen Pause mit keiner Überlast an Training. Los geht es morgens um 7.30 Uhr mit Zwei-Stunden-Blöcken und dem nötigen zeitlichen Abstand zwischen den Gruppen." Über den Tag verteilt sind vier Blöcke geplant mit dann insgesamt 16 Sportlern und Sportlerinnen. Parallel, davor oder danach sind auch noch Einheiten im Kraftraum vorgesehen.

"Wir müssen nach den Hygiene-Vorschriften schauen, dass die jeweils vier Athleten reingehen mit ihrem zugeteilten Trainer, einchecken, ihr Training absolvieren und wieder auschecken. Erst danach darf die nächste Gruppe rein", klärt Hirschmann auf.

NSU nutzt Lockerungen im Bereich Leistungssport

Was soll man machen? Mit maximal vier Spielerinnen muss Neckarsulms Trainerin Maike Daniels die Übungen mit Ball flexibel gestalten.

Foto: Andreas Veigel

Noch kein offizielles Mannschaftstraining

Auch die Neckarsulmer Bundesliga-Frauen treffen sich seit Donnerstag wieder zum gemeinsamen Training in der Pichterichhalle. Wobei gemeinsam relativ ist. Denn sie müssen sich ebenfalls an die Kleingruppen-Vorschrift gemäß der Landesverordnung halten. Um offizielles Mannschaftstraining handelt es sich ebenfalls nicht, wie NSU-Geschäftsführer Kai Stettner betont: "Der Start dafür ist auf 1. Juli terminiert. Was wir jetzt im Mai anbieten, hat keine Weisung und keine Kontrolle und ist auf freiwilliger Basis."

Ein großer Teil der Bundesliga-Mannschaft ist nach dem Abbruch der Saison ohnehin nicht mehr in Neckarsulm, sondern in der Heimat. Individuelle Pläne gibt es allerdings für jede Spielerin. Wer diese um Übungen mit Ball in der Halle erweitern konnte und wollte, durfte diesen Wunsch nach den Lockerungen beim Verein kundtun. "Das wurde bei allen abgefragt", sagt Stettner.

Fixe Kleingruppen gebildet

Danach wurden fixe Kleingruppen gebildet. Die alte Chef- und künftige Co-Trainerin Maike Daniels ist in der Halle, um maximal vier Spielerinnen gleichzeitig Anweisungen zu erteilen. Außerdem achtet Daniels darauf, dass die Hygiene-Maßnahmen strikt eingehalten werden. Die künftige NSU-Cheftrainerin Tanja Logvin übernimmt erst ab dem 1. Juli, wenn ihr Arbeitsvertrag mit dem Erstligisten beginnt.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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