Neckarsulm beendet die Auswärts-Durststrecke in der Handball-Bundesliga

Handball  Zehn Tore von Irene Espinola Perez und ein starker Zwischenspurt in Durchgang zwei ermöglichen den Neckarsulmer Handballerinnen das 34:29 in Bensheim. Nun geht es im Bundesliga-Finale nach Thüringen und nach Dortmund zum Meister.

Von unserer Redaktion
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NSU-Frau des Abends: Irene Espinola Perez.

Foto: Archiv/Veigel

Endlich mal wieder ein Auswärtssieg: Im Bundesliga-Nachholspiel hat die Neckarsulmer Sport-Union am Freitagabend bei der HSG Bensheim/Auerbach durch ein 34:29 (17:16) doppelt gepunktet. Beste Torschützin war die Neckarsulmerin Irene Espinola Perez mit zehn Treffern.

Die NSU ist im Saison-Endspurt der Bundesliga weiterhin stark ersatzgeschwächt unterwegs. Doch auch Bensheim musste am Freitagabend nach überstandenen Corona-Erkrankungen auf mehrere Spielerinnen im Kader verzichten. Neckarsulm startete mit einer 5:1-Deckung in der Bensheimer Weststadthalle gut in die Partie und ging nach neun Minuten durch Lynn Knippenborg mit 6:3 in Führung.

Bensheim geht immer wieder in Führung

In der Folge schlichen sich bei den Neckarsulmerinnen immer wieder Fehler in das Spiel ein, die von Bensheim genutzt wurden. Die Gastgeberinnen waren nun besser in der Partie und kamen häufig über den Kreis zu einfachen Siebenmeter-Toren. So übernahm Bensheim auch die Führung und führte durch Lisa Friedberger per Siebenmeter erstmals mit zwei Toren Unterschied.

Neckarsulm schaffte schnell die Wende, glich aus und übernahm letztlich kurz vor der Pause durch einen Treffer von Torhüterin Isabel Gois erneut die Führung - 17:16 zur Pause.

Bensheim kam deutlich stärker aus der Kabine. Innerhalb von drei Minuten drehte Sarah Dekker das Spiel und Neckarsulm hatte es vor allem einigen Paraden von Sarah Wachter im Tor zu verdanken, dass der Rückstand zunächst nicht deutlicher ausfiel.

Umstellung von Logvin sorgt für die Wende

Der NSU-Angriffsmotor stotterte nach dem Seitenwechsel zu stark. Trainerin Tanja Logvin stellte beim 19:21 auf eine 6:0-Abwehr um und brachte die NSU damit zurück in das Spiel. So drehte Neckarsulm das 19:21 bis zur 54. Spielminute durch Lynn Knippenborg und Lucie-Marie Kretzschmar in ein 28:25. Bensheim versuchte mit einer Auszeit zurück zu finden, doch Neckarsulm war nun auf Kurs in Sachen Auswärtssieg, der spätestens nach dem erfolgreich verwandelten Strafwurf durch Lynn Knippenborg perfekt war. Der 34:29-Sieg in der Weststadthalle war der erste NSU-Auswärtssieg seit zwei Monaten.

Mit dem Spiel nicht zufrieden, aber mit dem Ergebnis

"Das Spiel war nicht unbedingt so, wie wir es uns vorgestellt haben. Aber letztendlich haben wir die zwei Punkte geholt und das ist immer das Wichtigste. Auch wir kämpfen in diesen letzten Spielen wie Bensheim mit einem kleinen Kader, aber dafür haben sie es gut gemacht. Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft, denn sie haben heute wieder stark gekämpft und sich dadurch den Sieg geholt", sagte NSU-Trainerin Tanja Logvin nach Spielende.

In der finalen Saisonwoche geht es noch zwei Mal auf Reisen: Am Mittwoch zum Thüringer Handball Club. Samstags steht dann noch das Gastspiel beim deutschen Meister Borussia Dortmund an. sg

 

Bensheim: Kockler (4 Paraden, 1 Tor), van Beurden (6) - Kockel (2 Tore), Bartaseviciute, Stuttfeld (1), Dekker (4), Rädge, Friedberger (8/6), Kühlborn (1), Schmitz, Orth, Ivancok (7), Niewiadomska (1), Visser (4)

Neckarsulm: Gois (7/1 Paraden, 1 Tor), Wachter (9, 1) - Kalmbach (1 Tor), Senvald, Knippenborg (8/1), Wick (3), Espinola Perez (10), Kooij (3), Nieuwenweg, Kretzschmar (7)

Schiedsrichter: Thomas Hörath / Timo Hofmann


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