Isabell Huber bei den Neckarsulmer Handballerinnen

Handball  Die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Neckarsulm, Isabell Huber, schaut beim Handball-Bundesligisten Neckarsulm zu - und nimmt Eindrücke mit nach Stuttgart.

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Natürlich schaute Isabell Huber auf das Spielfeld der Neckarsulmer Ballei. Ihr Blick ging am Samstagabend aber auch immer wieder durch die Ballei. Auf Einladung war die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Neckarsulm zum Bundesliga-Spiel der NSU-Frauen gegen Buchholz-Rosengarten gekommen.

Lob für Hygieneregeln

Um die theoretischen Beschlüsse der Politik mit Eindrücken aus der Praxis abzugleichen. Und Huber (CDU) bereute ihren Besuch unweit der Wüstenroter Heimat nicht. "Ich habe mich hier absolut sicher gefühlt. Es ist bewundernswert, wie sich alle an die Hygienemaßnahmen halten - die Platzabstände werden eingehalten, die Masken getragen. Das ist im Endeffekt das Wichtige."

Wichtig für die Sportvereine wären in diesen schwierigen Corona-Zeiten klare Regeln, das weiß auch Isabell Huber. Aus persönlicher Erfahrung: "Mein Mann ist selbst Fußball-Trainer und hat mich regelmäßig gefragt, was dürfen wir denn jetzt noch machen? Ich kann die Verwirrung absolut nachvollziehen. Es war auch bei uns in der Regierung ein Prozess, was wir erlauben und was nicht."

Die Diskussion sei trotz dem essentiellen Kampf gegen die Corona-Pandemie sehr schwierig, "es geht ja auch um soziales Miteinander und soziale Kompetenzen, die in den Vereinen vermittelt werden - eine Gratwanderung". Eine generelles Verbot sei natürlich einfach, "aber wollen wir das? Gerade ich Kinderbereich, wo es Studien gibt, dass Kinder keine großen Träger sind?"

"Es gilt, was die Kommune regelt"

Einen Verhaltens-Kompass für Vereine sieht Huber mittlerweile gegeben: "Das hat man diese Woche nach der verständlichen Verwirrung klar gestellt. Es gilt, was die Kommunen vor Ort regeln - natürlich in permanentem Austausch."

Für diesen "ganz wichtigen" Austausch hat Huber nun neue Eindrücke in der Neckarsulmer Ballei gesammelt: "Was ich in die Diskussion bei uns in der Fraktion mitnehme ist, dass es möglich ist, trotz steigender Infektionszahlen Sport mit Zuschauern aufrecht zu erhalten - mit sehr strengen Maßnahmen." dok


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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