Neckarsulmer Trainer nimmt Team in absolute Pokal-Pflicht

Handball  Pascal Morgant fordert bei Sachsen-Zwickau eine klare Reaktion seiner Neckarsulmerinnen. Das Wiedersehen mit Ex-Spielerin Simona Stojkovska ist da für ihn maximal eine Randnotiz.

Neckarsulmer Trainer nimmt Team in absolute Pokal-Pflicht

Neckarsulms Trainer Pascal Morgant hatte Zeit, um viel am Taktikbrett zu schieben und wird "sichtbare Veränderungen" vornehmen.

Foto: Andreas Veigel

Dass die Sport-Union an diesem Samstag (17 Uhr) beim BSV Sachsen Zwickau auf Ex-Spielerin Simona Stojkovska trifft, ist Pascal Morgant "eigentlich völlig egal". Natürlich wird es vom Neckarsulmer Bundesliga-Trainer ein "besonders nettes Hallo" für die Mazedonierin geben. Dann aber zählen für ihn in der zweiten Runde des DHB-Pokals gegen den Zweitligisten wieder ganz andere Dinge. Und die sollen mit Nettigkeiten nichts gemein haben.

Morgant möchte eine klare Reaktion seiner Neckarsulmerinnen sehen. Auch nach einer Länderspielpause ist die Enttäuschung über das jüngste 25:31 gegen Oldenburg schließlich noch präsent. War Inhalt einer Vielzahl von Gesprächen und Analysen. "Wir müssen und werden das noch lange mit uns herumschleppen", sagt der Coach.

Zu harmlos

Trotzdem wäre es ihm lieber gewesen, sein Team hätte sofortige Wiedergutmachung betreiben können. So blieben einige Tage zum Nachdenken. Die Bilanz des Scheiterns ist für Pascal Morgant eine harte: "Was wir gespielt haben, war zu harmlos. Die Oldenburgerinnen waren spielerisch nicht besser, aber motivierter. Damit haben sie uns niedergekämpft." Dementsprechend habe es nach der Niederlage auch gebrannt in der Trainingshalle, versichert der Coach. Ob in Sachen Einstellung damit das Feuer bei allen entfacht ist? Der Neckarsulmer Trainer gibt darauf keine klare Antwort, betont aber: "Es wird sichtbare Veränderungen geben."

Die Marschroute des nächsten Kontrahenten wird hingegen nicht viel anders sein als zuletzt. Auch die Sächsinnen von Norman Rentsch dürften gegen den spielerisch besseren Gegner vor allem auf Härte setzen. "Wir werden nichts geschenkt bekommen. Die werden kämpfen, kratzen und beißen", weiß Morgant. Und ist darüber gar nicht unglücklich. Ein zweites Mal soll sich seine Sport-Union davon nämlich nicht beeindrucken lassen. Die B-Note ist ihm dabei völlig egal: "Das mit der Schönspielerei ging in die Hose. Wir müssen jetzt einfach effektiv und erfolgreich sein."

Kein Negativ-Strudel

Es geht für Neckarsulm nicht nur darum, die Pokal-Pflicht zu erfüllen und sich für das mäßige Heimspiel gegen Oldenburg zu rehabilitieren. Die nächste Gelegenheit für ein Erfolgerlebnis wird sich nach dem Auftritt bei Sachsen Zwickau auch in klaren Grenzen halten. "Danach kommen große Brocken. Wir dürfen nicht in einen Negativ-Strudel geraten."

Bereits am Mittwoch kommt mit Vizemeister und Pokalsieger Thüringen ein übermächtiger Gegner in die Ballei. Im vierten Bundesliga-Heimspiel in Folge am Samstag, 19. Oktober, sind Zähler gegen das ambitionierte Topteam Dortmund ebenfalls sehr unwahrscheinlich und danach warten mit Buxtehude, Bietigheim und Blomberg auch keine Vergnügungsfahrten.

Zumindest der Auftritt beim BSV Sachsen Zwickau soll deshalb für gute Stimmung sorgen.

 


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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