NSU-Frauen straucheln in die Sommerpause

Handball  Zu wenig für ein letztes Highlight: Die Neckarsulmerinnen beschließen die Bundesliga-Saison in Leverkusen mit einem 20:27. Von Anfang an tat sich das Handball-Team gegen die solide Bayer-Abwehr schwer.

Von Dominik Knobloch

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Mit einem 20:27 (9:16) kam die Sport-Union mehr mit einem Straucheln über die Ziellinie. Foto: Andreas Veigel (Archiv)

Richtig unter die Räder kam Neckarsulm beim Saisonabschluss in Leverkusen zwar nicht. Mit einem 20:27 (9:16) war es aber doch eher ein Straucheln, mit dem es die Sport-Union über die Ziellinie schaffte.

Gerade in der ersten Hälfte hatte dem schon vorab geretteten Drittletzten aus Neckarsulm im Angriff der Esprit gefehlt, um die defensivstarken Leverkusenerinnen auf dem Weg nach Europa zu gefährden. Nach einer langen, anstrengenden Bundesligarunde hielt sich die Enttäuschung aber in Grenzen. Die Freude auf die Sommerpause dürfte überwiegen.

Von Anfang an schwer getan

Gegen die solide Bayer-Abwehr taten sich die Neckarsulmerinnen von Anfang an schwer. Auch im letzten Saisonspiel fehlten offensiv die Ideen. Zu oft wurde Seline Ineichen am Kreis vergeblich gesucht, zu selten war die letzte Konsequenz im Abschluss zu sehen. Zudem war das Rückzugsverhalten zu behäbig. So lag die Sport-Union nach sechs Minuten zurecht mit 2:4 hinten.

Mit einer verbesserten Defensivleistung brachte Neckarsulm die Leverkusen dann aber etwas ins Wanken und zwang Bayer zu Fehlern. Nach zwölf Minuten machte Irene Espinola Perez den 5:5-Ausgleich. Es sollte allerdings ein kurzes Aufbäumen bleiben.

Kein großer Kampfgeist bis zur Halbzeit

Nach Espinola Perez 6:7 (14.) duften die Gastgeberinnen einen 4:0-Spurt zum 11:6 aufs heimische Parkett legen. Und das trotz zeitweiser Unterzahl. Pascal Morgant griff genervt zum Timeout.

Großen Kampfgeist konnte er nicht wecken. Leverkusen legte deutlich mehr in die Partie, um den Fans beim Heimabschluss nochmal etwas zu bieten. Die dankten es beim 16:9-Pausenstand für Bayer mit Applaus.

Zwar kam die Sport-Union mit Schwung aus der Kabine, nach Ana Pavkovics 10:16 (33.) war der aber schnell wieder verflogen. Beim Leverkusener 20:10 war die Partie fünf Minuten später eigentlich schon vorentschieden.

Immer wieder rauschte die Sport-Union unvorbereitet in die stabile Bayer-Deckung. Das kostete Kraft. Zumindest die Motivation blieb bei Neckarsulm aber nicht auf der Strecke. Weiter suchte die Sport-Union ihre Chancen. Und fand bis zur 47. Minute zumindest zum 14:22-Anschluss.

Verdiente Ergebniskosmetik

Gefährlich aufschließen konnte der Gast aber nicht mehr. Weil Leverkusen in der Deckung aber nicht mehr die letzte Konsequenz zeigte, war zumindest noch Ergebniskosmetik drin. Die hatte sich Neckarsulm mit dem letzten Willen verdient. Genau wie eine Pause und etwas Urlaub. Nicht nur in Leverkusen war beim 20:27 allerdings zu sehen, dass es danach weiter jede Menge zu tun geben wird.

 


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