Kapitänin Louisa Wolf bleibt Neckarsulm treu

Handball  Die Spielmacherin des Handball-Bundesligisten verlängert ihren Kontrakt bei der Sport-Union und möchte künftig zudem als Lehrerin tätig sein.

Von unserer Redaktion
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Gemeinsam mit Seline Ineichen hat Louisa Wolf (li.) bei der Sport-Union als Mannschaftskapitänin eine Führungsrolle innegehabt. Foto: Andreas Veigel

Nach vier Spielzeiten ist es dem Frauen-Bundesligisten Neckarsulmer Sport-Union gelungen, Mannschaftskapitänin Louisa Wolf weiter an sich zu binden. Die Spielmacherin hat nach der inzwischen abgebrochenen Saison 2019/20 ihren auslaufenden Vertrag verlängert und trägt damit auch künftig das NSU-Trikot.

Einmal Nellingen und zurück

Louisa Wolf ist mit der Neckarsulmer Sport-Union 2016 in die 1. Liga aufgestiegen, wechselte danach zum TV Nellingen, von dem die gebürtige Stuttgarterin bereits 2014 ins Unterland gekommen war. Zuletzt übernahm Louisa Wolf mit Seline Ineichen als Kapitänin Verantwortung und führte die Neckarsulmerinnen in den letzten beiden Spielzeiten an. Anfang Februar 2019 hatte die 25-Jährige einen Rückschlag zu verkraften, riss sie sich doch das vordere Kreuzband und arbeitete hart an ihrer Rückkehr.

Schnell zurück Schon in der Saisonvorbereitung war Louisa Wolf wieder auf dem Feld und stand zum Saisonstart im Mannschaftskader. Im Rundenverlauf war Wolf im Spielaufbau wie der Defensive ein wichtiger Faktor.

Öffentlicher Druck nach dem Comeback

„Während meines Comebacks habe ich gespürt, dass die Öffentlichkeit, aber auch ich selbst früh sehr hohe Erwartungen an mich gestellt haben. Rückblickend fand ich nach der schweren Verletzung von Spiel zu Spiel zur alten Stärke zurück und möchte nun konsequent weiter für den Erfolg der Mannschaft und des Vereins arbeiten“, sagt Wolf.

Neben dem Handballsport ist die angehende Lehrerin in den Fächern Deutsch und Sport derzeit am Neckarsulmer Albert-Schweitzer-Gymnasium engagiert.

Eine echte Herausforderung. Denn nach dem Ende des Referendariats beginnt für Wolf nun mit dem Übergang in den Schuldienst ein neues Lebenskapitel. „Am Ende eines längeren Prozesses haben mich die sportlichen wie hauptberuflichen Perspektiven zum Verbleib in Neckarsulm überzeugt“, sagt Louisa Wolf. „Mit dem Verein haben wir zudem ein super Paket geschnürt.“

Neue Trainerin freut sich über den Verbleib

Kai Stettner, Geschäftsführer der Neckarsulmer Sport-Union, ist froh, dass Wolf in Neckarsulm bleibt und in das fünfte Jahr mit der NSU geht. „Louisa hat auf und neben dem Feld viel Verantwortung übernommen. Als Spielmacherin ist sie zusammen mit Lynn Knippenborg die zentrale Spielerin und der kreative Kopf im Kader.“ Und wenn sie nicht selbst trainiert, kümmert sich die Lehrerin unter anderem um die Handball-AG ihrer Schule und die Auswahlmannschaft für „Jugend trainiert für Olympia“.

Auch die künftige Trainerin der Neckarsulmerinnen, Tanja Logvin, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Wolf. „Louisa hat sich in den vergangenen Jahren in Nellingen und auch bei der Sport-Union sehr gut entwickelt und ist nach ihrem Kreuzbandriss schnell zurückgekommen. Ich möchte ihr helfen, einen Schritt nach vorne zu machen und noch stärker zu werden. Sie ist für unsere Mannschaft und den gesamten Verein eine wichtige Spielerin.“


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