Giegerich verlässt die Sport-Union am Saisonende

Handball  Nach nur einer Saison muss sich die Neckarsulmer Sport-Union wieder von Ann-Cathrin Giegerich verabschieden. Die Torfrau wechselt zum Spitzenteam Thüringer HC. Im Unterland möchte sie zuvor aber noch ein großes Ziel erreichen.

Von unserer Redaktion

Ann-Cathrin Giegerich. Foto: Bertok  

Die 26-jährige Torhüterin hat die Option in ihrem Vertrag gezogen und wird sich in der neuen Saison dem aktuellen Tabellenführer und Champions League-Teilnehmer Thüringer HC anschließen. Das gab die Sport-Union per Pressemitteilung bekannt. Gegen den THC hatten die Bundesliga-Handballerinnen aus dem Unterland am Mittwochabend eine deutliche Niederlage eingesteckt. 

Giegerich war im vergangenen Sommer - nach zwei zuvor erleideten Kreuzbandrissen - vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim nach Neckarsulm gewechselt. Dort kämpfte sie sich zurück in die Bundesliga und zeigte einige starke Leistungen.

Entwicklung zur Nummer eins

„Nach der Verletzung von Melanie Herrmann hat Anca die Rolle sehr gut übernommen und ist zur Nummer eins geworden. Sie wird uns nun bis zum Ende der Runde enorm weiterhelfen und eine wichtige Stütze sein, um den Klassenerhalt zu erreichen“, sagte der frühere, langjährige Trainer und jetzige sportliche Leiter Emir Hadzimuhamedovic zu der Personalie.

Ann-Cathrin Giegerich selbst freut sich laut der Mitteilung auf die Chance, mit dem Thüringer HC international zu spielen. „Der Wechsel zum THC ist eine tolle Chance und große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Es war schon immer mein Traum, einmal international zu spielen." 

Mit der NSU hat die 26-Jährige noch ein wichtiges Ziel vor Augen: "Der Fokus liegt bis zum Ende der Runde voll bei Neckarsulm und ich werde alles dafür geben, dass wir unser gemeinsames Ziel erreichen. Wir wollen den Klassenerhalt unbedingt schaffen."

Freud und Leid bei der NSU

Bei NSU-Trainerin Annamaria Ilyes gibt es nach dem feststehenden Abgang von Ann-Cathrin Giegerich ein weinendes und ein lachendes Auge, wie die Sport-Union weiter mitteilt: „Ich freue mich natürlich von ganzem Herzen für Anca. Die Champions League ist für jede Spielerin ein Traum und dieser Traum geht für sie nun in Erfüllung. Aber ich bin eben auch sehr traurig, dass wir sie nach einer Saison wieder verlieren."