1,80 Meter großes Mitbringsel für den Entwicklungshelfer

Handball  Keeperin Isabel Góis folgt Trainerin Tanja Logvin von Halle-Neustadt zur Neckarsulmer Sport-Union. Mit dem Torwart-Flüsterer Oliver Rieth hat die NSU verlängert, er gilt als Erfolgsgarant bei der Entwicklung von Talenten im Tor.

Email

Vier neue Gesichter mit blauem Shirt: Das Neckarsulmer Trainerteam um Chefin Tanja Logvin (Mitte), Co Maike Daniels (links) und Torwarttrainer Oliver Rieth mit den Zugängen (v. l.) Carmen Moser, Joanna Rode, Sara Senvald und Isabel Góis.

Foto: NSU

Neckarsulms neue Trainerin Tanja Logvin hat Arbeit im Gepäck. Willkommene Mehrarbeit. Zumindest für Oliver Rieth. Seit dem Sommer 2017 ist er der wichtigste Mann für die Torfrauen des Bundesligisten. Und Rieth wird es bleiben. Am Mittwoch gab die Neckarsulmer Sport-Union die Vertragsverlängerung des Torwarttrainers bekannt. Und vermeldete auch gleich einen Zugang für sein nun dreiköpfiges Keeper-Gespann: Isabel Góis.

Die portugiesische Nationaltorhüterin ist ein 1,80 Meter großes Mitbringsel, Tanja Logvin hat sie vom Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt nach Neckarsulm gelotst. Für zwei Jahre hat Góis bei der Sport-Union unterschrieben.

Logvin: Gute Kombination im Torhütergespann

"Ich kenne Isabel seit zwei Jahren und kann sagen, dass sie ein sehr fleißiger Mensch ist und sich ständig weiterentwickeln möchte. Sie hat einen anderen Torhüterstil, und wir bekommen mit ihr eine gute Kombination in unser Torhütergespann", sagt Logvin zum naheliegenden Transfer. "Hier in Neckarsulm bekommt sie mit Oliver Rieth auch wieder einen sehr guten Torwarttrainer, der sie mit Sicherheit nochmals weiterbringen kann."

Doch nicht nur die neue alte NSU-Trainerin dürfte Isabel Góis zur Zusage bewogen haben. Rieth hat sich in der Szene längst einen Namen gemacht und gilt zu Recht als echter Entwicklungshelfer. Bei der Sport-Union formte er bereits Ann-Cathrin Giegerich, Nicole Roth und Sarah Wachter zu absoluten Top-Torhüterinnen in Deutschland.

Gegenseitigen Druck erhöhen

Egal was in Neckarsulm in den vergangenen Jahren passierte, auf den Rückhalt im Tor, der unter Oliver Rieths Regie immer auf hohem Level agierte, war stets verlass. Mit Wachter, Oliwia Kaminska und Neuzugang Góis hat Rieth nun eine Keeperin mehr als zuletzt zur Verfügung und möchte alle drei Torfrauen in der Entwicklung wieder ein Stück weiterbringen: "Wir hatten gemeinsam drei gute und erfolgreiche Jahre mit der Entwicklung unserer Torhüterinnen, und ich bin gespannt auf die neuen Herausforderungen in der kommenden Saison. Wir wollen auf die Leistungen der Vorsaison aufbauen und nochmals eine Schippe darauf legen."

Dazu sei es das Ziel, "Isabel Góis schnell in die Mannschaft zu integrieren und mit ihr als Pendant zu Sarah Wachter den gegenseitigen Druck etwas zu erhöhen". Mit ihr sind wir variabler, wodurch wir uns den Gegnern noch besser anpassen können."

Kai Stettner, Geschäftsführer der Neckarsulmer Sport-Union, ist hingegen froh, dass beim Torwarttrainer alles bleibt, wie gehabt: "Er ist unser absoluter Wunschtrainer und hat in den letzten drei Jahren bereits gezeigt, wie sehr unsere Torhüterinnen durch das individuelle Torwarttraining mit ihm profitieren und liefert damit bereits seit mehreren Jahren konstante Arbeit auf hohem Niveau ab."

Eine Linkshänderin kann, muss aber nicht kommen

Auch das Niveau ihrer Feldspielerinnen hält Tanja Logvin für absolut ausreichend - selbst wenn es bei nur einer nominellen Halbrechten bleiben sollte: "Klar wäre eine gute Linkshänderin zusätzlich nicht schlecht. Aber irgendeine brauchen wir nicht. Es macht nur dann Sinn, wenn sie uns qualitativ weiter bringt."


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

Kommentar hinzufügen