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Mit Willenskraft und geliehenem Rad

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Triathlon - Triathlon Andrea Pascher ist eine zierliche Person - und hat als Lokalmatadorin bei ihrem ersten Triathlon überhaupt gleich den vierten Platz unter 25 Teilnehmerinnen geschafft. Die 23-Jährige von der Sportschule Waldenburg ist der Beweis dafür, dass beim Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen Muskelpakete nicht alles sind. Auch mit Willenskraft und Zähigkeit kann man viel erreichen.

Nachdem sie sich von den Strapazen erholt hat, strahlt Andrea Pascher. Ihren ersten Triathlon hat sie unter 25 Teilnehmerinnen als Vierte beendet.Foto: privat
Nachdem sie sich von den Strapazen erholt hat, strahlt Andrea Pascher. Ihren ersten Triathlon hat sie unter 25 Teilnehmerinnen als Vierte beendet.Foto: privat

Triathlon - Triathlon Andrea Pascher ist eine zierliche Person - und hat als Lokalmatadorin bei ihrem ersten Triathlon überhaupt gleich den vierten Platz unter 25 Teilnehmerinnen geschafft. Die 23-Jährige von der Sportschule Waldenburg ist der Beweis dafür, dass beim Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen Muskelpakete nicht alles sind. Auch mit Willenskraft und Zähigkeit kann man viel erreichen.

Beim 20. Waldenburger Triathlon am Sonntag war die Mosbacherin Ludmilla Hertle die Schnellste, doch bald schon folgte Andrea Pascher. „Das hat Spaß gemacht, man wundert sich, wie viel hintenraus noch geht“. Damit meinte sie den abschließenden 5000-Meter-Lauf, in dem sie sich noch auf den vierten Rang nach vorne arbeitete und unter 218 ins Ziel gekommenen Startern Rang 32 belegte.

Andrea Pascher stammt aus Nagold und kam vor vier Jahren nach Waldenburg. Dort hat sie inzwischen ihr Diplom als Sporttherapeutin gemacht und braucht jetzt noch ein Jahr, bis sie auch Physiotherapeutin ist. Pascher mag es, an die Leistungsgrenzen zu gehen. „Dazu gehört, dass man auch trainiert, wenn man keine Lust dazu hat oder sich im Wettkampf quält“, sagt sie.

Zu Jugendzeiten war sie Mittelstrecklerin und bevorzugt jetzt die 5000 oder gar 10.000 Meter. Mit dem Rad und dem Schwimmen als Leistungssport hatte sie all die Jahre nichts am Hut. Und dann lief es am Sonntag sogar recht rund. „Im Schwimmen war ich gar nicht mal so schlecht, wie ich das vorher gedacht habe.“ Denn 500 Meter im Wasser können sich ziehen. Danach, auf der 20 Kilometer langen Radstrecke, „hatte ich sogar Spaß.“ Und das auf fremdem Gerät, das sie sich ausgeliehen hatte, denn selber besitzt sie keines: „Das ist zu teuer, die Schule kostet schon so viel.“ Das Ausleihen war für ihre Sportkollegen vom Hercules-Team aber auch Ehrensache, denn schließlich „haben die mich zum Triathlon überredet.“ Beim Laufen dann war sie in ihrem Element. An einigen Konkurrentinnen lief sie noch vorbei. Mit einer verblüffenden Leichtigkeit, die nicht erkennen ließ, wie schwer sie auch da arbeitete.

Hat sie nach dem vierten Platz unterm alten Waldenburger Fernsehturm Gefallen am harten Dreikampf gefunden? „Ja , es hat Spaß gemacht, aber ob ich nächstes Jahr starte, das weiß ich noch nicht, ich muss aufs Examen lernen.“ Denn im Training, vor allem bei den langen Radstrecken durchs Hohenlohische, ist viel Zeit draufgegangen.

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