Eishockey
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Tipps der Falken-Profis: Immer auf den Körper und die Mama hören

Die Falkenspieler Corey Mapes und Julian Lautenschlager geben den Teilnehmern des DEL2-Perspektiv-Camps Einblicke ins Profileben.

Stephan Sonntag
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Lesezeit 2 Min
Tipps der Falken-Profis: Immer auf den Körper und die Mama hören
Die Falkenspieler Julian Lautenschlager (re.) und Corey Mapes (M.) gaben den Camp-Teilnehmern Tipps für die anstehende Profikarriere. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Das Eistraining steht beim DEL2-Perspektiv-Camp in Heilbronn selbstredend im Mittelpunkt. Denn um sich eines Tages den großen Berufswunsch des Eishockey-Profis zu erfüllen, müssen die 48 Teilnehmer zuvorderst ihre Leistungen auf dem Spielfeld abliefern. Doch zum Jobprofil gehört eben noch mehr. Am Donnerstag schulte DEL2-Pressesprecherin Denise Krug die 15- bis 17-Jährigen im Umgang mit den sozialen Medien. Die Falkenprofis Corey Mapes und Julian Lautenschlager gaben dem Nachwuchs Tipps für die Suche nach dem passenden Berater, dem Umgang mit Verletzungen und für die Karriere nach der Karriere.

Nie aufhören, dazulernen zu wollen

Wichtigster Ratschlag des Heilbronner Duos: "Bleibt immer offen." Selbst Mapes, der mit seinen 30 Jahren schon zwölf Profi-Saisons auf dem Buckel hat, betonte, dass er immer noch Neues lerne und sich weiterentwickle.

 

Von großem Interesse für den Eishockey-Nachwuchs war natürlich der Übergang vom Jugend- in den Aktivenbereich, vom Amateur- zum Profispieler. Das Falken-Duo machte deutlich, dass es hier keinen Königsweg gebe, sondern die Entwicklungen individuell unterschiedlich verlaufen.

DEL2-Campleiter Marius Riedel verdeutlichte dies am Beispiel des Falkenspielers Simon Thiel. "Simon war im Nachwuchsbereich in Mannheim nicht herausragend, hat dann aber noch einmal einen Wachstumsschub bekommen, sich enorm weiterentwickelt und war vergangene Saison Förderspieler des Jahres. Es bringt nichts, die Karriere übers Knie brechen zu wollen."

Verletzungen lieber auskurieren, statt zu früh aufs Eis zurückzukehren

Apropos brechen. Verletzungen gehören ebenfalls zum Berufsalltag eines Profis. "Versucht nicht, zu schnell zurückzukommen", riet Mapes. "Hört auf die Ärzte, hört auf euren Körper. Ihr habt nur einen." Lautenschlager ergänzte, dass es bei Entscheidungen über konservative Behandlungsmethoden oder eine Operation immer ratsam sei, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. "Manchmal ist der Eingriff besser, um ein Problem dauerhaft zu beheben. Manchmal ist es besser, die OP zu vermeiden."

 

Auf dem Weg zum ersten Profivertrag kam natürlich auch das Thema Spielerberater auf. "Beratet euch mit Mitspielern und Trainern, bevor ihr einen Vertrag unterschreibt", riet Mapes. Der Heilbronner hat seinen ersten Vertrag mit 18 Jahren unterschrieben, Lautenschlager mit 19. "Mit meinem Berater arbeite ich schon seit zehn Jahren zusammen. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis", sagte der gebürtige Regensburger. Riedel ergänzte: "Ein Berater, der euch nur einmal im Jahr anruft, ist nicht der richtige."

Die sozialen Medien können ein Minenfeld sein

Während der Profikarriere sei es zudem wichtig, die Zeit nach der aktiven Laufbahn im Blick zu behalten. "Ich fange im Oktober mit einem Fernstudium an", verriet Lautenschlager, der erst mit 19 Jahren Profi wurde, um zuvor noch sein Abitur abzulegen. Allerdings nicht nur aus eigenem Antrieb: "Das war meiner Mutter sehr wichtig."

DEL2-Pressesprecherin Krug war sehr wichtig, dass die angehenden Profis ihre Selbstdarstellung im Netz im Blick behalten. "Oberste Priorität hat eure Privatsphäre", betonte sie. "Bleibt authentisch, aber gebt nicht zu viel preis. Postet nichts aus der Emotion heraus. Wenn ihr euch unsicher seid, lasst es lieber." Als abschreckendes Beispiel diente ihr Thomas Greiss von den Detroit Red Wings. Der NHL-Profi war wegen einer Reihe von umstrittenen Social-Media-Postings nicht für die WM 2021 nominiert worden.

 

Neuer Eventmanager für die Falken

Die Heilbronner Falken haben einen Nachfolger für Frederic Keck gefunden, der zu den Bietigheim Steelers in die deutsche Eliteklasse DEL gewechselt ist. Ab dem 22. August wird Kevin Schmidt für die Bereiche Eventmanagement und Spieltagsorganisation zuständig sein. Der 29-jährige Familienvater war nach seiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann für die SG Sonnenhof Großaspach tätig. Zuletzt verantwortete der gebürtige Heilbronner die Veranstaltungsorganisation bei den Heimspielen sowie aller Kultur- und Konzertveranstaltungen in der Arena.

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