Eishockey
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Zwei Siege in Folge verleihen Falken Flügel

Das Heilbronner Selbstvertrauen ist nach den guten Leistungen gestiegen, vieles geht wieder leichter von der Hand - auch an diesem Dienstag in Weißwasser?

Martin Peter
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Zwei Siege in Folge verleihen Falken Flügel
Zu einem starken Team gehörte am Sonntag auch ein starker Keeper: Florian Mnich ließ abgesehen von den beiden Treffern im ersten Drittel nichts zu und half den Falken, ihren Vorsprung gegen Ende zu verteidigen. Foto: Ralf Seidel

Zwei Siege reichen für ein neues Gefühl. Ein ganz neues Selbstverständnis. Der Start in den Dezember mit fünf Punkten rückt den katastrophalen November der Heilbronner Falken, der insgesamt nur fünf Punkte in acht Spielen brachte, gefühlt nicht nur nach hinten. Sondern weit weg.

Und so stand Julian Lautenschlager, beim 5:2-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren wieder einer der besten, am Sonntagabend selbstbewusst vor der Falken-Kabine und gab für das Spiel an diesem Dienstag bei den Lausitzer Füchsen, 19.30 Uhr, die Marschrichtung vor.

"Zwei Siege in Folge sind noch keine Serie. Aber drei schon", sagte der Stürmer. Und nichts weniger als eine Serie ist das Ziel, wenn die Falken sich vormittags auf den langen Weg machen. "Wir haben nichts anderes im Kopf als diese drei Punkte", sagte Lautenschlager.

Dann wären es acht, eine kleine Serie und ein verheißungsvoller Start in den Dezember, der in Summe elf Spiele für die Falken beinhaltet. Warum indes die Dinge von einem auf den anderen Tag wieder funktionieren, konnte auch der 25-Jährige nur bedingt erklären. "Natürlich gehört dazu auch ein wenig mehr Glück dazu." Vor allem aber, dass die Falken ihr Spiel nicht unnötig verkomplizieren.

Lautenschlager sprach von einer Shot-First-Mentalität. "Wir nehmen gleich den Schuss, statt zuerst nachzuschauen, ob wir einen Pass spielen können." Manchmal ist Eishockey eben einfach. Gegen Kaufbeuren ging das auch ohne Topscorer Jeremy Williams, Kapitän Christopher Fischer und die Förderlizenzspieler, die weiter in Mannheim gebraucht werden. Zwar hatten am Sonntag die Gäste den besseren Start, auch weil Heilbronn nach 34 Sekunden eine Strafe kassierte.

Aber die Tore machten eben die Falken, die gleich ihre erste Chance zum 1:0 durch Judd Blackwater (5.), der wie am Freitag in Landshut doppelt traf, nutzten. Eine Minute später stellte Alex Lambacher auf 2:0 - und hätte beinahe noch das 3:0 nachgeschoben. Das war gut, reichte natürlich noch nicht zum Sieg, weil Kaufbeuren noch im ersten Drittel durch zwei Treffer ausglich.

Köpfe nach Ausgleich nicht hängen lassen

"Wir haben nach dem Ausgleich aber nicht die Köpfe hängen lassen", machte Lautenschlager doch einen kleinen, aber feinen Unterschied zu mancher Partie im November aus. "Nach fünf weniger guten Minuten wollten wir im zweiten Drittel wieder an die guten ersten 15 Minuten anknüpfen", erklärte Julian Lautenschlager, als wäre es ein Leichtes. War es selbstverständlich nicht.

Aber die Leidenschaft, mit der die Falken auftraten, wirkte fast, als könnte ihnen an dem Abend nichts etwas anhaben. "Die Mentalität war großartig", lobte Trainer Jason Morgan. "Es war ein ganz wichtiger Sieg für die Gruppe." Und für den Kopf.

Auch deshalb funktionierten auf einmal wieder Dinge wie das Powerplay, das zuletzt ein Manko gewesen war. Die zwei Tore zum 4:2 in Überzahl waren für Morgan genauso der Schlüssel zum Erfolg wie das starke Penaltykilling. Der Trainer lobte zudem Spieler wie Justin Kirsch sowie Corey Mapes, die mit ihren geblockten Schüssen vorangegangen waren und ein Vorbild für das ganze Team in Sachen Einsatz waren.

Die Mehrheit der kleinen Kämpfe entscheiden

Für Brock Maschmeyer waren es genau diese kleinen Kämpfe, die am Ende den Unterschied machen. "Du musst einfach die Mehrheit der kleinen Kämpfe entscheiden, dann wird das auch was", sagte der Verteidiger zufrieden. Gegen Weißwasser müsse genau das wieder umgesetzt werden. Beim 0:2 im ersten Duell spielten die Falken zwar nicht schlecht, gingen aber leer aus. Diesmal sollen drei Punkte her. "Wir müssen denen unser Spiel aufdrücken", sagte Lautenschlager. "Die sollen auf uns reagieren."

 

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