Zeiter und Rapp: Beim ersten Date wachsen die Gefühle

Eishockey  Falken-Trainer Michel Zeiter zeigt sich beim Premieren-Besuch in Heilbronn begeistert von den Gegebenheiten. Saisonplanung bleibt auf den 11. September ausgerichtet.

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Das neue starke Duo der Heilbronner Falken: Geschäftsführer Stefan Rapp (links) mit seinem Cheftrainer Michel Zeiter.

Foto: Mario Berger

Top, top, top. Michel Zeiter ist nach seinem ersten Besuch in Heilbronn begeistert. Zwei Tage hat der neue Falken-Trainer seinen neuen Arbeitsplatz am Donnerstag und Freitag nun unter die Lupe nehmen können, hat den alten und neuen Geschäftsführer - Atilla Eren und Stefan Rapp - endlich persönlich kennengelernt, was wegen der Reisebeschränkungen bisher nicht möglich gewesen war.

Ein wichtiger Schritt für den Schweizer. "Die Gefühle sind gewachsen, weil ich es mir jetzt besser vorstellen kann und einen guten Eindruck bekommen habe."

Erst der Mensch, dann das Geschäft

Bereits seine Anreise aus Zürich verlief überraschend unkompliziert und trug zur Vorfreude bei. "Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat", sagte der 46-Jährige und berichtete von sehr konstruktiven Gesprächen mit Rapp und Eren. Wobei das Kennenlernen Vorrang hatte. "Jetzt steht erstmal der Mensch im Vordergrund und fortlaufend dann das Geschäft", sagte Zeiter.

Das heißt auch: In Sachen Kaderplanung können die Verantwortlichen nichts Neues verkünden. Vieles im Eishockey ist auf Standby, im Sport allgemein. Keiner kann sagen, wann und wie genau es weitergeht. Von der Politik ist wenig handfestes hinsichtlich eines Trainings- und Spielbetriebs vorgegeben.

Im luftleeren Raum stehe die Liga zwar nicht, aber "im entscheidungsfreien Raum", sagt Rapp. Die Falken wollen in ihrem ureigenen Interesse ihren Beitrag leisten, um so bald wie möglich eine Planungssicherheit zu haben.

Die Branche hat im Moment den Fuß vom Gas genommen - "alle Beteiligten sind auf hold", sagt Eren. Es bewegt sich wenig. Eine konkrete Saisonplanung, das hat eine Abfrage an den DEL-2-Standorten verdeutlicht, "wird nicht vor Mitte Juni möglich sein - eher Ende Juni", sagt der Gesellschafter.

Trotzdem: "Wir müssen und werden so arbeiten, dass wir am 11. September beginnen können", sagt Michel Zeiter. Der Wechsel auf der Geschäftsführerposition ändere nichts daran. "Am Ende des Tages geht es um den Club, den Verein, nicht um Namen", sagt der neue Trainer.

Was Rapp und Zeiter eint: Sie wollen den Erfolg. Auf dem Aufbauen, was vorhanden ist. Nach einem Blick auf die Infrastruktur betont der einstige Nationalspieler, dass vor Ort "alles vorhanden ist, was man braucht, um erfolgreich arbeiten zu können". Motivation und Vorfreude seien nach seinem Besuch nochmal gestiegen.

Telefongespräch mit Alexander Mellitzer

Eine gutes Gefühl habe er inzwischen auch für die Mannschaft bekommen. Die Spieler habe er zunächst per Video studiert und danach angerufen - "alleine um mich vorzustellen". Auch das Sportliche war Thema.

"Ich habe ihnen gesagt, wie ich sie gesehen habe", sagt Zeiter. Und noch wen hat der Trainer angerufen: seinen Vorgänger Alexander Mellitzer. "Es hat mich interessiert, warum er so gespielt hat, was hinter dem Gesicht steckt, dass er der Mannschaft gegeben hat." Ein gutes Gespräch. "Auch hier habe ich einen super Mensch vorgefunden."


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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