Eishockey
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Hellwache Falken bestrafen jeden Fehler

Die Heilbronner Falken haben ihren dritten Sieg in Folge eingefahren: Das Team von Trainer Jason Morgan gewann sein Auswärtsspiel bei den Lausitzer Füchsen klar mit 8:2 und bestrafte die Fehler der am Ende desolaten Gastgeber eiskalt.

Martin Peter
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Hellwache Falken bestrafen jeden Fehler
Julian Lautenschlager steuerte zum 6:2 einen Treffer bei. Foto: Archiv/Schmerbeck

Jetzt ist es eine amtliche kleine Serie: Am Dienstagabend haben die Heilbronner Falken das dritte Spiel in Folge gewonnen. Sie setzten sich vor leeren Rängen bei den Lausitzer Füchsen mit 8:2 (1:1, 3:1, 4:0) durch. Wie bereits beim 5:2 am Sonntag gegen Kaufbeuren bog das Team von Trainer Jason Morgan im zweiten Drittel in Richtung Sieg ab - und legte noch ein furioses Schlussdrittel oben drauf. "Wir haben uns das Momentum erarbeitet", fand Morgan. "Am Ende lief es dann."

Die Falken hatten für das Duell kurzfristig Verstärkung erhalten: Mit Valentino Klos und Arkadiusz Dziambor waren zwei Spieler dabei, die zuletzt beim Kooperationspartner in Mannheim im Einsatz waren. Dafür fiel neben Jeremy Williams noch Christian Obu aus.

Der Start in die Partie ist verhalten

Beide Teams neutralisierten sich lange Zeit, ließen es aber auch langsam und kontrolliert angehen. Entsprechend kamen die ersten Schüsse auf das Tor auch verhältnismäßig spät und waren sichere Beute für die beiden Keeper. Wie schon beim 0:2 vor einigen Wochen in Heilbronn begegneten sich die Teams zunächst auf Augenhöhe. "Es ist nicht unbedingt ein schnelles Spiel", analysierte Julian Lautenschlager in der Pause. Immerhin fielen aber zwei Tore - dem Spielverlauf entsprechend für jedes Team eins.

Clarke Breitkreuz hatte die Füchse in der 13. Minute auf Zuspiel von Hunter Garlent aus kurzer Distanz in Führung gebracht. Zuvor hatten sich die Gastgeber im Falken-Drittel festgesetzt. Die Falken glichen drei Minuten später aus und nutzten ihre erste Überzahl. 28 Sekunden mit einem Mann mehr reichten Heilbronn zum 1:1, das Simon Thiel mit gutem Auge vorbereitete und Lautenschlager erzielte. Das beflügelte die Gäste, die in der Folge durchaus Chancen hatten, in Führung zu gehen. Es blieb jedoch beim 1:1. "Wir müssen mehr laufen", sagte Lautenschlager mit Blick aufs zweite Drittel.

Hellwache Falken nutzen die Schläfrigkeit der Gastgeber eiskalt aus

In das starteten die Falken mit einem Paukenschlag: Nach nur 16 Sekunden erzielte Thiel das 2:1. Er staubte nach einem Solo von Lautenschlager ab. Eine Minute später traf Justin Kirsch nach einem Alleingang zum 3:1 (22.) - hellwache Falken nutzten die Schläfrigkeit der Füchse gnadenlos aus.

Alles lief nach Plan - bis zur 31. Minute: Da fing sich Heilbronn zwei Strafen auf einmal ein. Trotz guter Gegenwehr in doppelter Unterzahl erzielte Jens Baxmann kurz vor dem Ablauf der Strafen das 2:3 (32.). Danach durften sich die Falken bei Torhüter Florian Mnich bedanken, der in der 33. Minute drei Mal Weltklasse parierte. Kurz vor der Pause stellte Simon Thiel mit seinem zweiten Treffer die Weichen auf Sieg (40.).

Doppelschlag zu Beginn des letzten Abschnitts bedeutet die Entscheidung

Der war auch bald in trockenen Tüchern: Kirsch (45.) sowie Karl Fabricius bei angezeigter Strafe gegen die Füchse (47.) schraubten das Ergebnis nach Fehlern der Gastgeber auf 6:2. Luke Volkmann besorgte das 7:2 (53.) ins früh verwaiste Tor. Judd Blackwater gelang sogar noch das 8:2 (59.). Am Ende war es ein furioser Sieg der Falken - und ein bitterer Abend für Weißwasser. "Es war eine peinliche Vorstellung von uns mit vielen individuellen Fehlern unserer erfahrensten Spieler", urteilte der konsternierte Füchse-Trainer Chris Straube.

Tor: Mnich, Tiefensee. Abwehr: Morrison - Preto, Maschmeyer - Fern, Dziambor - Mapes. Angriff: Blackwater - Lautenschlager - Thiel, Fabricius - Klos - Volkmann, Kirsch - Lambacher - Della Rovere, Dunham - Heim.
Tore: 1:0 (13.) Breitkreuz, 1:1 (16.) Lautenschlager, 1:2 (21.) Thiel, 1:3 (22.) Kirsch, 2:3 (32.) Baxmann, 2:4 (40.) Thiel, 2:5 (45.) Kirsch, 2:6 (47.) Morrison, 2:7 (54.) Volkmann, 2:8 (59.) Blackwater.
Strafminuten: 8/4. Schiedsrichter: Bruce Becker, Seedo Jansen. Zuschauer: 0.

 

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