Heilbronner Falken verstärken sich in der Defensive

Eishockey  Die Heilbronner Falken legen personell nach: Von den Löwen Frankfurt wechselt Verteidiger-Talent Christian Obu nach Heilbronn. Zudem gibt es drei weitere Förderlizenzen.

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U20-Nationalspieler Christian Obu hofft in Heilbronn auf mehr Spielzeit als zuletzt in Frankfurt.

Foto: imago-images/Kessler-Sportfotografie

Vor den Saisonspielen acht und neun haben die Heilbronner Falken auf ihre zwischenzeitlich immer wieder angespannte Kadersituation reagiert. Sowohl im Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen den EV Landshut als auch am Sonntag (17 Uhr) in Kaufbeuren könnten Trainer Jason Morgan erstmals in dieser Spielzeit vier Reihen zur Verfügung stehen.

Das liegt einerseits daran, dass sich das Lazarett beim Kooperationspartner Adler Mannheim langsam lichtet. David Wolf und Mark Katic haben sich in dieser Woche gesund zurückgemeldet. Daher dürfte der eine oder andere Förderlizenzspieler zurück nach Heilbronn kommen.

Mit Obu ergänzen die Falken ihre Verteidigerreihen

Andererseits sind die Falken selbst aktiv geworden und haben besonders in der Defensive personell nachgelegt. Mit Christian Obu von den Löwen Frankfurt wurde ein weiterer Verteidiger verpflichtet. Der 20-jährige Deutsch-Slowene erhält in Heilbronn einen U21-Fördervertrag bis zum Saisonende und die Rückennummer 29. "Mit Christian Obu ergänzen wir unsere Verteidigungsreihen um ein weitere Nachwuchstalent. Er hat das Potenzial, sich zu einem soliden Profi-Verteidiger zu entwickeln", sagt Morgan über seinen neuesten Schützling.

 

Der in Altötting geborene Obu hat das Eishockeyspielen in Rosenheim gelernt und war anschließend für drei Jahre in der Red Bull Eishockey Akademie in Salzburg. Vergangene Saison wechselte der deutsche U20-Nationalspieler dann zu den Löwen Frankfurt, für die er 13 Spiele in der DEL 2 bestritt.

Für das Talent ist der Wechsel ein Neuanfang

In der aktuellen Saison stand er erst einmal für den souveränen Tabellenführer und DEL-Aufstiegskandidaten auf dem Eis. In Heilbronn erhofft sich das Talent deutlich mehr Spielpraxis. "Für ihn ist es ein Neuanfang mit einem neuen Team und wir werden bereits am Wochenende die Möglichkeit erhalten, ihn auf dem Heilbronner Eis zu sehen", freute sich Morgan.

Neu mit Förderlizenzen ausgestattet worden sind zudem die zwei Jungadler Lukas Bender, Malte Krenzlin sowie Jonas Natterer. "Lukas und Malte waren für uns die große Überraschung in den ersten Spielen", sagt Morgan. Verteidiger Bender war zuletzt gegen Kaufbeuren und Selb im Kader. Krenzlin hat in dieser Saison bereits drei DEL-2-Partien in der Abwehrformation der Heilbronner absolviert. "Die Jungs spielen sehr gut und gewinnen mit jeder Partie in unserer Aufstellung an Selbstvertrauen dazu", ist Morgan überzeugt.

Für Jonas Natterer war es ein vorzeitiges Geschenk zum 19. Geburtstag

Der gebürtige Heilbronner Natterer war bereits am Sonntag als Backup-Goalie für Florian Mnich mit nach Bad Nauheim gefahren. Ein vorzeitiges Geschenk zum 19. Geburtstag, den Natterer am Mittwoch feierte. Ursprünglich war er ausschließlich als Goalie für die Eisbären in der Regionalliga vorgesehen. Da Mnich und Arno Tiefensee wechselweise immer wieder nach Mannheim berufen wurden und Luca Ganz auch bei den Jungadlern gebraucht wird, ist Natterer nun offiziell Goalie Nummer vier und trainiert drei Mal in der Woche bei den Falken mit. "Jonas gibt uns mehr Tiefe auf der Torwartposition", sagt Morgan.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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