Hattrickschütze Dunham heißt jetzt Noah Superstar

Eishockey  Profi-Neuling Noah Dunham hat nach seinem ersten Hattrick eine spaßige Trainingswoche hinter sich. Die Falken spielen am Freitag beim Tabellenletzten in Selb und empfangen am Sonntag Tabellenführer Bad Nauheim.

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In bisher 17 DEL2-Spielen hat Noah Dunham (vorne) bereits zehn Scorerpunkte erzielt. Am Sonntag gelang dem 19-Jährigen ein Hattrick.

Foto: Archiv/Thorwartl

"Noah Superstar", "Bürgermeister von Heilbronn" oder "der unerklärliche Hattrick-Schütze" - die Mitspieler und Trainer geizten am Donnerstag nicht mit Sprüchen für den Matchwinner vom 6:5-Sieg gegen Tölz. "Megaschön, ein super Gefühl und die Scherze finde ich auch lustig", sagte der 19-Jährige noch vier Tage später im Stimme-Gespräch mit Blick auf seine drei Tore vom Sonntag.

Natürlich würde der Stürmer gerne am Freitag (19.30 Uhr/live bei SpradeTV) beim Auswärtsspiel in Selb und am Sonntag (18.30 Uhr) zu Hause gegen Tabellenführer Bad Nauheim weitere Tore nachlegen. "Aber das will man natürlich immer", sagt Dunham.

Die einfachen Dinge müssen richtig gemacht werden

Zum Aufsteiger reisen die Falken am Freitag in der Favoritenrolle. Die Wölfe haben coronabedingt seit dem 2. November kein Spiel mehr bestritten. "Das kann Vor- wie Nachteil sein. Es kommt auf die richtige Mentalität an. Mit der wird das Spiel gewonnen", sagt Falken-Coach Jason Morgan, dem voraussichtlich derselbe Kader zur Verfügung stehen wird wie am vergangenen Wochenende. Im Mittelpunkt der Trainingswoche standen wichtige Spieldetails. "Die einfachen Dinge, Checks zu Ende fahren, Zug zum Tor, blaue Linie verteidigen. In der Videoanalyse vom Sonntag war genau zu sehen, wie gut wir sind, wenn wir das umsetzen, und wie anfällig, wenn wir es nicht tun", sagte Morgan.

Fürs Selbstvertrauen waren die drei Punkte und vor allem die sechs eigenen Tore von enormer Bedeutung. Bei den fünf Niederlagen zuvor gelangen insgesamt nur sieben Treffer. "Der Sieg hat richtig gut getan", bestätigt Dunham. Ein Selbstläufer wird die Freitagspartie beim Tabellenletzten trotzdem nicht. "Selb habt drei Wochen nicht gespielt. Die werden rauskommen wie die Feuerwehr", ist Dunham überzeugt. In der Netzsch-Arena sind allerdings nur maximal 950 Zuschauer zugelassen, so dass die Unterstützung von den Rängen überschaubar bleiben dürfte. "Sonst wäre das garantiert ein Hexenkessel", schätzt Dunham.

Großes Ziel: Mehr Scorerpunkte als Papa Jason erreichen

Mit sechs Toren und vier Assists steht der Profi-Neuling in der internen Scorerliste auf dem geteilten sechsten Rang - gemeinsam mit Stefan Della Rovere und Justin Kirsch. Papa Jason Dunham, seit 2011 sportlicher Leiter der Straubing Tigers, erzielte in seiner einzigen Saison im Falken-Trikot 2003/04 in 36 Spielen 34 Scorerpunkte. Ist das für den Junior erreichbar? "Puh, das wird sehr eng. Es wäre unglaublich, wenn ich nur in die Nähe dieser Bilanz komme", sagt Dunham. Einen familieninternen Wettbewerb gibt es aber nicht. Nicht überraschend fällt das Fazit seiner ersten Zeit als Eishockey-Profi positiv aus: "Wir haben super Charaktere in der Mannschaft. Von den älteren Spielern kann man in jedem Training etwas lernen."

 


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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