Falken verpassen Prestigeerfolg in Bietigheim

Eishockey  Offensivstarke Steelers schlagen nach 2:5-Rückstand zurück und siegen in der Overtime mit 6:5. Es war die zweite Niederlage für die Falken im Rahmen des Get-Ready-Cups.

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Matthias Nemec hielt stark, war an den Gegentoren machtlos.

Foto: Archiv/Veigel

Die Falken haben einen fast schon sicheren Prestigeerfolg beim Erzrivalen auf der Zielgeraden verspielt. Nach einem Blitzstart führten die Heilbronner im Mitteldrittel bereits mit 5:2 in Bietigheim, verloren am Ende aber in der Verlängerung noch mit 5:6 (4:2, 1:1, 0:2).

Blitzstart der Falken zur 2:0-Führung

Es waren noch keine 30 Sekunden gespielt, als die Falken den ersten Lerneffekt aus dem schwachen Spiel in Ravensburg demonstrierten. Kevin Maginot gewann den Puck im eigenen Drittel und spielte sofort den ersten Pass lang in Richtung des Gegners Tor. Genau darauf hatte Davis Koch gelauert, der im Eins gegen Eins vor Cody Brenner im Steelers-Tor eiskalt blieb. 1:0 nach 29 Sekunden - der perfekte Start für die Gäste.

Und es kam noch besser: im ersten Überzahlspiel legte Yannik Valenti mit dem altbekannten One-Timer von links das 2:0 nach (3.). Jetzt waren aber auch die Gastgeber wach. Gegen Robert Kneisler (5.) und Matt MacKnight (6.) parierte Matthias Nemec noch glänzend, doch beim 1:2-Anschlusstor durch Brett Breitkreuz war auch Heilbronns Nummer eins machtlos.

Abwechslungsreiches und hochklassiges Spiel

Die Gastgeber waren jetzt am Drücker, doch mitten in die Drangperiode herein, erarbeiteten sich die Falken durch starkes Forechecking die Scheibe. Der wieselflinke Florian Elias sah Philipp Preto in guter Position, der mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 3:1 traf (10.).

Es ging rauf und runter. In Überzahl verkürzten die Steelers erneut. Stefan Della Rovere und Corey Mapes waren sich nicht einig, wer C.J. Stretch attackieren sollte - da war es schon zu spät. Der frühere Frankfurter nutzte den Raum zum 2:3 (12.).

Nach eine kleinen Techtelmechtel zwischen Brock Maschmeyer und Riley Sheen wurde vier gegen vier gespielt - zunächst mit Vorteilen für Bietigheim. Doch dank eines beherzten Blocks von Marcus Götz bekam der kreiselnde Dylan Wruck ein wenig Entfaltungsspielraum, den er zum 4:2 nutzte (17.).

Torhüterwechsel bei den Steelers leitet die Wende ein

Zum Start des Mitteldrittels feierte mit Jimmy Hertel ein neuer Goalie sein Debüt bei den Steelers. Trainer Danny Naud hatte richtig erkannt, dass bei gleicher Anzahl hochkarätiger Chancen auf beiden Seiten, die unterschiedlichen Torhüterleistungen ein wesentlicher Grund für den aktuellen Spielstand waren. Der aus Frankfurt verpflichtete Memminger bekam in den zweiten 20 Minuten allerdings deutlich weniger zu tun als sein Vorgänger.

Nach einer Drei-auf-Eins-Situation, in der Hertel zunächst gegen Justin Kirsch parierte, staubte Koch mit seinem zweiten Treffer zum 5:2 ab (27.). Die erste Drei-Tore-Führung der Falken. Doch mit einem glücklichen Schuss aus dem Nichts stellte Tim Schüle sieben Minuten später den alten Abstand wieder her.

Kaum noch Befreiungsangriffe der Falken im Schlussdrittel

Im Schlussdrittel drückten die Steelers gewaltig, die Falken schafften kaum mehr Entlastungsangriffe. In Überzahl war es dann erneut Schüle, dem der 4:5-Anschlusstreffer gelang (48.). In zwei direkt aufeinanderfolgenden Powerplaysituationen blieben die Falken erfolglos und so kam es, wie es kommen musste: Brett Breitkreuz glich doch noch zum verdienten 5:5 aus (56.).

In der Overtime kassierte Wruck in Puckbesitz eine überflüssige Strafe wegen Stockschlags. In Überzahl sorgte Riley Sheen für den 6:5-Erfolg der Steelers.

Tor: Nemec, Tiefensee; Abwehr: Maginot - Mapes, Maschmeyer - Wirth, Brady - Götz, Philipp Preto; Angriff: Koch - Miller - Kirsch, Valenti - Neal - Della Rovere, Elias - Wruck - Pierre Preto, Klos - Brune - Schumacher.

Tore: 0:1 (1.) Koch, 0:2 (3.) Valenti, 1:2 (7.) Breitkreuz, 1:3 (10.) Pierre Preto, 2:3 (12.) Stretch, 2:4 (17.) Wruck, 2:5 (27.) Koch, 3:5 (34.) Schüle, 4:5 (48.) Schüle, 5:5 (56.) Breitkreuz, 6:5 (64.) Sheen.

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Florian Fauerbach

Strafminuten: 10/12. Zuschauer: 500.Falken verpassen Prestigeerfolg in Bietigheim

Offensivstarke Steelers schlagen nach 2:5-Rückstand zurück und siegen in der Overtime mit 6:5


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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