Heilbronner Falken starten am 22. April in die Playoffs

Eishockey  Die Clubs der DEL 2einigen sich auf verteilten Beginn der Viertelfinalspiele und eine intensive Test-Strategie. Die Falken starten nächste Woche Donnerstag gegen Kassel. Mit welchen Spielern genau, steht in den Sternen.

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Am 22. April wird es für Dylan Wruck und die Falken ernst.

Foto: Archiv/Veigel

Die gute Nachricht des Dienstags lautete: Es gibt einen Fahrplan für die Playoffs in der DEL 2. Der bedeutet aber keineswegs Gewissheit darüber, ob es wirklich gelingt, die Saison auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen. "Wir hätten uns im Vorfeld ein entspannteres Umfeld für die entscheidenden Runden gewünscht", gibt Liga-Geschäftsführer René Rudorisch zu.

Statt wie ursprünglich geplant am 20. April, starten die Viertelfinalspiele der Heilbronner Falken gegen die Kassel Huskies zwei Tage später. Ebenfalls am 22. April beginnen die Ravensburg Towerstars gegen die Tölzer Löwen. Am 23. April geht es mit den Viertefinal-Begegnungen zwischen Freiburg und Kaufbeuren sowie Bietigheim und Frankfurt los.

Spieler mit Symptomen müssen ins Return-to-Play-Programm

"Mit der Einigung können wir leben", sagt Falken-Geschäftsführer Stefan Rapp, schränkt aber sogleich ein: "Mit welcher Mannschaft wir nächsten Donnerstag in Kassel antreten werden und ob die dem tatsächlichen Leistungsniveau der Heilbronner Falken entspricht, steht in den Sternen."

Denn das Team von Trainer Bill Stewart befindet sich noch bis Sonntag in Quarantäne. Besonders die positiv getesteten Spieler werden jedoch nicht gleich wieder voll ins Training einsteigen können. Das "Return-to-Play-Konzept" der Liga sieht in diesen Fällen längere Pausen und intensive sportmedizinische Nachsorgeuntersuchungen vor. Rapp bestätigte gegenüber der Stimme, dass es in Reihen der Falken Spieler mit Symptomen gebe. "Ich gehe davon aus, dass wir eine spielfähige Mannschaft zusammenbekommen", sagt Rapp. Dafür braucht es Minimum neun Feldspieler und einen Torhüter.

Kann ein Team nicht antreten, wird das Spiel als verloren gewartet

Sollte ein Team während der Playoffs dieses Minimalaufgebot nicht zusammenbekommen, wird das Spiel - im Gegensatz zu der Regelung in der Hauptrunde - nicht neu angesetzt, sondern als gewonnen für den Gegner gewertet. Da die Best-of-Five-Serien im Zwei-Tage-Rhythmus gespielt werden, kämen neuerliche Quarantänemaßnahmen quasi dem Saisonende gleich.

Um solchen Szenarien vorzubeugen, wird die Test-Strategie deutlich verschärft. Vor dem Start in die Playoffs muss jedes Team zwei PCR-Tests absolvieren. Mit Beginn der Spiele wird die PCR-Testung alle drei Tage wiederholt. Zudem sind an jedem Spieltag Schnelltests durchzuführen.

Liga legt höchsten Wert auf den Schutz der Gesundheit

Falken starten am 22. April in die Playoffs

"Neben dem Sport legen wir höchsten Wert auf den Schutz der Gesundheit unserer Aktiven und haben Vorkehrungen getroffen, die uns hoffentlich ermöglichen, die gesamten Playoffs spielen und sportlich entscheiden zu können", sagt Rudorisch.

Bei den Falken werden die Tests von der medizinischen Abteilung des Clubs durchgeführt. Bei Kosten von 80 Euro pro PCR-Test wird das schnell teuer. "Ob es irgendwann Mengenrabatte gibt, darüber habe ich mich noch nicht informiert", sagt Rapp. Angesichts der krassen Außenseiterrolle der Falken gegen den souveränen Hauptrundensieger aus Kassel könnten die Playoffs schließlich schon vier Tage nach Beginn schon wieder beendet sein.

 

Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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