Falken-Spiel gegen Bayreuth am Freitag abgesagt

Eishockey  Die Heilbronner Falken sind schon zum zweiten Mal in Folge von einer Spielabsage betroffen: Die Bayreuth Tigers befinden sich noch immer in Quarantäne, können am Freitag nicht nach Heilbronn kommen. Es gibt aber einen Alternativ-Gegner.

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Dass es eine ungewöhnliche Saison werden würde, war von vornherein klar. Wie sehr, dies spüren die Heilbronner Falken schon in dieser frühen Phase: Seit Dienstag ist klar, dass die Quarantäne der Bayreuth Tigers weiter Bestand hat und die Bayern am Freitag nicht zum geplanten DEL2-Duell in Heilbronn antreten dürfen. „Wenn man sieht, wie stringent die Bayern den Weg verfolgen, war das nicht anders zu erwarten“, sagt Stefan Rapp, Geschäftsführer der Falken.

Damit sind die Heilbronner schon zum zweiten Mal in Folge von einer Absage betroffen. Am Sonntag war bereits das Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren wegen eines positiven Coronafalls im Team der Allgäuer abgesagt worden. „Das passte mir überhaupt nicht“, verrät Michel Zeiter. Der Plan des neuen Falken-Trainers war durchkreuzt. „Wir wollten den Schwung vom Sieg in Frankfurt sofort mitnehmen.“

Alternativplan: Das Spiel gegen den EHC Freiburg vorziehen

Doch daraus wurde nichts. Und wird wohl auch am Freitag nichts. Es sei denn, der Alternativplan von Rapp geht auf. „Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob wir nicht ein Spiel vorziehen könnten“, verrät Rapp. In Frage käme da nur der EHC Freiburg, gegen den die Falken zum Saisonstart 2:5 verloren hatten. Die Wölfe hätten diesen Freitag eigentlich ein Heimspiel – gegen Kaufbeuren, das sich seit Sonntag in Quarantäne befindet. „Wir machen uns mit der Liga-Leitung Gedanken, ob es da Möglichkeiten gibt“, sagt Rapp.

Zeiter wäre das nur recht: „Hauptsache spielen“, sagt der Trainer. Der Gegner ist gleich egal. „Wir müssen die Spannung jetzt hochhalten.“ Das sei in Zeiten, in denen die Teams absolut flexibel sein müssten, die größte Herausforderung. Zeiter wird das Training jedenfalls so gestalten, als fände am Freitag ein Spiel statt. Das Spiel am Sonntag (17 Uhr) in Landshut scheint bislang nicht gefährdet zu sein. Unklar ist aber, ob die vorgezogene Partie nächsten Dienstag gegen Kaufbeuren stattfinden kann.

Hiobsbotschaft: Top-Verteidiger Brady wird für drei bis vier Monate ausfallen

Es sind ungewisse Tage, besonders für die zuletzt auch von Ausfällen stark betroffenen Falken. Die mussten am Montagabend die nächste Hiobsbotschaft verkraften: Top-Verteidiger Ian Brady wird voraussichtlich für drei bis vier Monate ausfallen. Der US-Amerikaner hatte am 30. Oktober beim Spiel in Kaufbeuren eine Kopfverletzung zugezogen. Im Powerplay war er bei hohem Tempo in der neutralen Zone hart gecheckt worden. Seitdem plagen den US-Amerikaner Kopf- und Nackenschmerzen. Nach einer Reihe von Untersuchungen steht fest, dass nach Davis Koch nun mit Brady ein Kontingentspieler über Monate ausfällt.

„Das ist eine sehr, sehr schockierende Nachricht. Etwas Gravierenderes konnte nicht passieren“, sagt Zeiter. Brady sei natürlich brutal niedergeschlagen, „wie wir alle“, berichtet der Trainer. Zumal der Amerikaner angesichts der Kopfschmerzen derzeit auch kein Alternativtraining machen kann. Aufs Rad setzen: „Völlig undenkbar“, sagt Zeiter. Diesen Mittwoch beratschlagen die Verantwortlichen über das weitere Vorgehen nach den Verletzungen.

Klar ist: Die Falken werden nochmals auf dem Transfermarkt aktiv – und wollen einen Stürmer und einen Verteidiger holen. Qualität gebe der Markt aktuell genug her. „Ob wir es auch finanzieren können, ist die andere Frage“, sagt Michel Zeiter. Zudem müssen die Falken „die für uns richtigen Spieler identifizieren“.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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