Falken rehabilitieren sich in Kaufbeuren

Eishockey  Fünf Tage nach dem ernüchternden Auftritt beim 3:7 gewinnt das Team von Michel Zeiter gegen die Allgäuer mit 5:3. Und zeigt dabei eine gute Leistung.

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Enge Kiste: Der ESV Kaufbeuren und die Heilbronner Falken mit Yannik Valenti (vorne rechts) schenkten sich im Vorbereitungsspiel am Freitag nichts.

Foto: Mario Berger

Die Heilbronner Falken haben sich mit Erfolg für die Niederlage zuletzt daheim gegen den ESV Kaufbeuren revanchiert: Fünf Tage nach dem deftigen 3:7 gewannen die Unterländer im Allgäu mit einer guten und konzentrierten Leistung im Allgäu mit 5:3 (0:0, 1:1, 4:2). Es war der zweite Sieg im fünften Spiel der Falken um den Get-Ready-Cup.

Spektakulär kam das erste Drittel wahrlich nicht daher. Darum dürfte es den Falken vermutlich auch nicht gegangen sein. Nach der schlechten Leistung am Sonntag wollte Trainer Michel Zeiter von seinem Team ein anderes Gesicht sehen. Und da enttäuschten ihn die Jungs nicht, auch wenn mit den vier Stürmern Davis Koch, Tim Miller, Bryce Gervais und Michael Knaub sowie Verteidiger Brock Maschmeyer jede Menge Qualität fehlte.

Die Falken sind von Beginn an präsent und aggressiv

Der Rest machte seine Sache gut, war sehr präsent - und vor allem: aggressiv. Die Falken setzten den Gegner unter Druck, ließen dem Puckführer der Joker kaum Platz zur Entfaltung. Einmal selbst an der Reihe, ließen sie die Scheibe schnell laufen, zogen ihr Spiel schnörkellos auf. Viele Chancen gab es auf beiden Seiten aber nicht: Bei einem Break hatten Kevin Maginot und Pierre Preto im Zwei-gegen-eins Pech (2.), Florian Elias scheiterte allein vor Keeper Stefan Vajs (3.). Auf der anderen Seite war auch Arno Tiefensee im Kasten der Falken ein guter Rückhalt.

Beide Teams durften sich im Powerplay üben. Oder in Unterzahl: Mit einem Mann weniger waren die Falken in der Tat stark, bewegten sich gut, stellten die Gegenspieler, die schnell in der Formation waren. Bei ihrer Überzahl indes fanden die Falken nicht in die Formation und gaben auch nur ein mageres Schüsschen ab. In der Summe: Kein Tore im ersten Drittel. 0:0.

Kaufbeuren bricht den Bann mit dem 1:0

Auch zu Beginn des zweiten Drittels fielen keine Tore. Weil Kaufbeurens Keeper gegen Justin Kirsch auf dem Posten war (22.). Und weil Tiefensee im Duell mit Florian Thomas Beweglichkeit bewies. Und weil sich zwei technisch gute Teams neutralisierten. Ein Geduldsspiel. Auch für die Zuschauer, die nur per Livestream zuschauen konnten.

Ihre Chance auf die Führung vergaben die Falken nach einem feinen Spielzug in der 33. Minute. Und eine Minute später war es dann passiert: Kaufbeuren brach den Bann, Philipp Krauß fälschte einen Schuss unmittelbar vor dem chancenlosen Tiefensee zum 1:0 für die Joker ab. Die Falken antworteten schnell: Louis Brune traf aus dem Gewühl (37.). 1:1.

Yannik Valenti sorgt für die Vorentscheidung

Gleiches Spiel im letzten Drittel: Krauß legte zum 2:1 vor (44.). Diesmal antwortete Pierre Preto direkt im Gegenzug. Die Partie spitzte sich zu, jetzt legten die Falken vor: Vom Gegner übersehen, traf Stefan Della Rovere alleine vor Vajs zum 3:2 (52.). Nur eine Minute später sorgte Yannik Valenti für die Vorentscheidung, als er nach einem Konter humorlos zum 2:4 abschloss.

Kaufbeuren verkürzte in Überzahl zwar noch einmal, den Schlusspunkt aber setzte Louis Brune mit einem Schuss zum 5:3 ins leere Tor (59.). Es war sein zweiter Treffer an diesem Abend.

Am Sonntag, 18.30 Uhr, steht zum Abschluss des Get-Ready-Cups das Heimderby gegen die Bietigheim Steelers an.

Tor: Tiefensee, Nemec. Abwehr: Brady - Götz; Maginot - Mapes; Pavlu - Ph. Preto - Wirth. Angriff: Della Rovere - Wruck - Valenti; Kirsch - Neal - Pi. Preto - Elias - Klos - Brune; Schumacher.

Tore: 1:0 (34.) P. Krauß, 1:1 (37.) Brune, 2:1 (44.) P. Krauß, 2:2 (37.) Pierre Preto, 2:3 (51.) Della Rovere, 2:4 (53.) Valenti, 3:4 (58.) Wörle, 3:5 (59.) Brune. Strafminuten: 12/10. Schiedsrichter: Alexander Singer, Sascha Westrich. Zuschauer: 0.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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