Falken-Keeper Nemec: "Wir wollen immer noch Achter werden"

Eishockey  Das 4:6 im Kellerduell in Landshut war ein herber Rückschlag für die Heilbronner Falken: Statt ihren Abstand auf Rang acht zu verkürzen, ging das Team leer aus. Und doch bleiben die Playoffs das Ziel, sagt Keeper Matthias Nemec.

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Matthias Nemec. Foto: Andreas Veigel

Die 4:6-Niederlage im Kellerduell in Landshut am Dienstag war ein Rückschlag für die Falken: Statt ihren Abstand auf Rang acht um drei Punkte zu verkürzen, ging das Team von Bill Stewart leer aus – und rutschte wieder ans Tabellenende der DEL 2 ab. Vor dem Wiedersehen mit den Bayern diesen Donnerstag in Heilbronn (20 Uhr/Sprade TV) sprach Stimme-Redakteur Martin Peter mit Keeper Matthias Nemec über die Situation.

 

Herr Nemec, wie groß war Ihre Enttäuschung nach der Niederlage?

Nemec: Natürlich groß. Wir wussten alle, wie wichtig das Spiel ist. Wir hatten uns vorgenommen, in Landshut drei Punkte zu holen.

 

Warum hat das nicht geklappt?

Nemec: Uns ist der Anfang missglückt, wir sind das ganze Spiel über einem Rückstand hinterhergelaufen. Bei 4:4 kam noch einmal die Hoffnung auf, dass wir das Momentum auf unserer Seite haben und das Spiel noch drehen können.

 

Was war dann entscheidend?

Nemec: Letztlich hat uns die doppelte Unterzahl dann das Genick gebrochen. Wobei das für mich beides keine Fouls waren.

 

Trotzdem: Warum verlierend die Falken in dieser Saison immer wieder diese Kellerduelle?

Nemec: Das war letztes Jahr schon so. Gegen gute Mannschaften spielt es sich leichter, die spielen mehr unseren Stil vom Tempo her. Wenn wir aber wüssten, warum es gegen vermeintlich schlechtere Teams nicht klappt, könnten wir es abstellen.

 

Ist das eine Frage des Charakters?

Nemec: Das denke ich nicht. Jeder von den Jungs ist motiviert, wir versuchen es. Aber diese Saison schleichen sich immer wieder Fehler ein, die uns nicht passieren sollten – inklusive mir. Das dritte Tor in Landshut darf so nicht fallen.

 

Als Bill Stewart vor ein paar Wochen angefangen hat, ging es zunächst aufwärts, jetzt ist das Team wieder Tabellenletzter. Ist der Effekt des Trainerwechsels schon verpufft?

Nemec: Das denke ich nicht. Bill ist ein super Trainer. Wir haben jetzt Struktur. Man hat von Anfang an gesehen, dass sich was verändert hat.

 

Spielt im Hinterkopf eine Rolle, dass es keine Absteiger gibt?

Nemec: Gar nicht. Das Ziel ist nicht der Klassenerhalt. Sondern wir wollten immer Platz acht erreichen. Und das wollen wir immer noch. Wir haben noch elf Spiele und spielen unter anderem noch gegen Crimmitschau, die Achter sind.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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