Falken finden dieses Mal nicht zurück ins Spiel

Eishockey  In der zweiten Partie des Get-Ready-Cups verliert Heilbronn nach neuerlichem frühen 0:2-Rückstand mit 1:5 gegen Ravensburg. Bietigheim Steelers mit zweitem Sieg gegen Kaufbeuren.

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Verteidiger Brock Maschmeyer erzielte den einzigen Treffer für die Falken beim Testspiel in Ravensburg.

Foto: Archiv/mago-images/Kessler-Sportfotografie

Dem guten Auftaktspiel zum Get-Ready-Cup am Freitag mit einem 4:3-Sieg folgte am Sonntag die Ernüchterung. Die Heilbronner Falken verloren bei den Ravensburg Towerstars mit 1:5 (0:2, 1:3, 0:0). "Wir haben nicht an die Leistung von Freitag anknüpfen können, waren ab und zu einen Schritt zu spät dran", sagte Trainer Michel Zeiter.

Es ging schon schlecht los für die Gäste vor 449 Zuschauern in der CHG-Arena. Gerade eine Minute war gespielt, als ein Scheibenverlust im eigenen Drittel zum 0:1 führte. Robbie Czarnik ließ sich frei vor dem Tor angespielt nicht zweimal bitten. Tom Schickedanz, der dieses Mal das Falken-Tor hüten durfte, war chancenlos.

Goalie Schickedanz kommt die Kelle abhanden

Etwas unglücklich sah der 20-Jährige beim 0:2 (8. Minute) aus. Ihm war nämlich in Unterzahl die Kelle abhanden gekommen. Die Towerstars passten schnell und präzise, und wieder hatte Czarnik freie Schussbahn.

Ins Mitteldrittel starteten die Falken in doppelter Unterzahl. Eine ebensolche hatte am Freitag ebenfalls nach einem 0:2-Rückstand gegen die Ravensburger die Wende eingeleitet. "Als wir die gekillt hatten, kam der Glaube zurück", hatte Zeiter nach dem Spiel gesagt.

Zwei Gegentore in (doppelter) Unterzahl

Am Sonntag klappte das nicht - ganz im Gegenteil. Erst markierte James Bettauer völlig unbedrängt im Slot das 3:0 (32.). Und nur 30 Sekunden später traf Sören Sturm in einfacher Überzahl mit einem satten Distanzschuss zum 4:0. So langsam wurde deutlich, dass den Falken ein bitterer Abend drohen könnte.

Immerhin rissen sich die Heilbronner in der Folge zusammen und versuchten nun ihrerseits mal Akzente zu setzen. Das gelang ebenfalls in Überzahl: Brock Maschmeyer feuerte einen Schuss von der blauen Linie an Jonas Langmann vorbei ins Ravensburger Gehäuse (29.).

Doch mehr Zählbares sprang für die Gäste im Mitteldrittel nicht heraus. Bei ihren Angriffsbemühungen vergaßen die Falken wenig später allerdings Mathieu Pompei in der neutralen Zone. Ein langer Pass des in dieser Woche aus Nürnberg verpflichteten DEL-Verteidigers Tim Bender genügte - und der 29-jährige Kanadier hatte freie Bahn. Mit dem 5:1 (32.) war der alte Vier-Tore-Abstand wiederhergestellt.

Zweiminütige doppelte Überzahl reicht nicht für zweites Tor

Im Schlussdrittel passierte nicht mehr viel. Selbst eine fast zweiminütige doppelte Überzahl verhalf den Gästen nicht zum zweiten Treffer. Der Ravensburger Goalie Langmann blieb unüberwindbar. Das Torhüterduell ging damit wie bereits am Freitag an die Towerstars. Bei allem Talent fehlt den Heilbronner Jung-Goalies Tiefensee und Schickedanz noch ein Stück zur etatmäßigen Nummer eins Matthias Nemec.

Die beiden anderen Get-Ready-Cup-Teilnehmer Kaufbeuren und Bietigheim trennten sich mit 1:5. Für die Steelers war es bereits der zweite Sieg nach dem 5:4 in der Verlängerung am Freitag.

Tor: Schickedanz, Tiefensee. Abwehr: Maschmeyer - Wirth, Brady - Götz, Maginot - Mapes, Philipp Preto - Elias. Angriff: Della Rovere - Neal - Kirsch, Koch - Wruck - Gervais, Pierre Preto - Miller - Brune, Schumacher - Klos - Valenti.

Tore: 1:0 (2.) Czarnik, 2:0 (8.) Czarnik, 3:0 (22.) Bettauer, 4:0 (22.) Sturm, 4:1 (29.) Maschmeyer, 5:1 (32.) Pompei.

Strafminuten: 12/24.

Schiedsrichter: Daniel Kannengießer, Robert Paule.

Zuschauer: 449.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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